Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und
Göttern heilig gewesen. Die sechs Vestalinnen
(altrömische Priesterinnen der Vesta) hatten dafür zu
sorgen, daß niemals das heilige Feuer ausging.
Das Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne. Sie ist
der Mittelpunkt unseren Lebens. Ohne die Sonne ist
kein Leben auf unserer Welt möglich. Mit den
Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie
galten auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit,
des Wachstums und der Ernte.
Die Bedeutung der Frühlingsfeuer wurde im
Frankenreich des 8. Jahrhunderts auf Gott und Jesus
übertragen. Der Glauben ist das Osterlicht
Ausgangspunkt unseres Lebens.
Weiter steht die Sonne als Sieger über den Winter und
als Erwachen nach einer langen kalten Zeit. Genauso
kann das Erscheinen von Jesu gedeutet werden.
Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern
ein zentrales Ereignis für die Christen.
Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der
Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet
und geweiht.
Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann
in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des
"Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle
Gotteshaus getragen wird.
Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen
Städten und Gemeinden in Deutschland von Jungen
Holz, Reisig oder ähnliches Brennbares gesammelt
und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet.
Dort, wo die Osterfeuer nicht kommerzialisiert sind,
sondern symbolhaft für das Lichtwerden durch die
Auferstehung Christi stehen, ist es Brauch, daß sie am
Abend des Ostersonntags mit dem Licht der
Osterkerze aus der Pfarrkirche entzündet werden.
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Osterfeuer Finnentrop 1999 |
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