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Aus der Geschichte

Die Gemeinde Finnentrop ist noch sehr jung. Sie entstand erst 1969 im Zuge der Gebietsreform; im Unterschied zu anderen Gemeinden erfolgte hier sogar der Zusammenschluss über Kreisgrenzen hinweg.

Auch der heutige Zentralort Finnentrop kann auf keine lange Geschichte zurückblicken. Sein Ursprung liegt in einer Haltestelle an der 1861 eröffneten Ruhr-Sieg-Eisenbahn, die den Namen von einem jenseits der Lenne im Mündungswinkel der Bigge gelegenen Dorf, das heute ”Altfinnentrop” heißt, übernahm. 

Altfinnentrop3.JPG (61420 Byte)  Heggen und Altfinnentrop

Besiedelt ist dieses Gebiet, wie Funde aus der vorrömischen Eisenzeit belegen, schon sehr früh. Funde aus dem frühen Mittelalter sind zwar sehr selten, doch alte Gewässernamen, wie Fretter, belegen, dass hier auch in vorkarolingischer Zeit Menschen gelebt haben. Unteranderem besass das Stift Herford hier umfangreiche Güter, die von Schönholthausen aus verwaltet wurden.

Schönholthausen5.JPG (38036 Byte)  Schönholthausen

So wurde dieser Ort zum Mittelpunkt eines grossen Kirchspiels. Bereits im 11. Jahrhundert, vielleicht sogar schon früher, wie1978 durchgeführte Ausgrabungen belegen, gab es dort ein ansehnliches Gotteshaus. 

Kirche.JPG (41061 Byte) Die Kirche in Schönholthausen

Nur wenig jünger ist die in dem von Fachwerk geprägten Ort Schliprüthen erhaltene spätromanische Pfarrkirche.

Fast in jedem der heutigen Ortsteile befand sich im Mittelalter ein Adelssitz, überdauert haben davon nur die drei Schlösser in Ahausen, Bamenohl und Lenhausen.

 Schloßlenhausen.JPG (62526 Byte) Schloßlenhausen2.JPG (64236 Byte)   Das Schloss in Lenhausen

Seit dem ausgehenden Mittelalter gehörte das Gemeindegebiet zum Herzogtum Westfalen der Erzbischöfe und Kurfürsten von Köln. Nach der Niederlage Napoleons kam es zu Preussen, und zum Verwaltungssitz für den Hauptteil der heutigen Gemeinde wurde Serkenrode bestimmt. 

8Serkenrode2.JPG (43551 Byte)   Serkenrode

Ursprünglich stark landwirtschaftlich geprägt, brach mit dem Bau der Ruhr- Sieg-Eisenbahn hier das Industriezeitalter an. Zunächst entwickelte sich eine mittelständisch geprägte Eisenindustrie. Entlang der später hinzugekommenen Bahnstrecken nach Olpe und nach Meschede siedelten sich Sägewerke an und wo die geologischen Gegebenheiten günstig waren auch Kalksteinbrüche und Betriebe zur Weiterverarbeitung dieses Materials.

Heute wird das Bild der Wirtschaft, die sich in Lenne- und Biggetal – teilweise in neuen Industriegebieten – konzentriert, dominiert von metall- und kunststoff- verarbeitenden Betrieben und von einem bedeutenden Erzeuger von Fleisch- und Wurstwaren.

Die Gemeinde Finnentrop unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu zwei Orten. 1979 wurde ein entsprechender Vertrag mit der belgischen Stadt Diksmuide am Ijzer  in Westflandern geschlossen. Infolge der Umwälzungen in der ehemaligen DDR kam 1990 eine Partnerschaft mit der nordwestlich von Eisleben in Sachsen-Anhalt gelegenen Gemeinde Helbra hinzu. 

  (Text  Gemeinde Finnentrop -Fremdenverkehrsamt-)  dhb internetservice 11.12.1999