Finnentrop. (ff) Die Finnentroper Schützen sind jetzt im Bereich der Herz-Lungen-Wiederbelebung bestens gerüstet. Nachdem in der Festhalle Finnentrop ein halbautomatischer Frühdefibrillator stationiert wurde, dessen Anschaffung nur durch die Spenden der Björn-Steiger-Stiftung und der örtlichen Apotheken möglich war (wir berichteten), galt es jetzt, qualifizierte Helfer auszubilden.

Bereits im März wurden 12 Feuerwehrmänner der Löschgruppe Finnentrop in die lebensrettende Technik eingewiesen. Am vergangenen Wochenende ließen sich jetzt zehn weitere Personen in der DRK-Unterkunft in Lennestadt-Meggen unterweisen. Die Teilnehmer setzten sich aus Migliedern der Feuerwehr, Schützenbrüdern und Offizieren der Bürgerschützen zusammen. Auch der amtierende Schützenkaiser Eckhard Werner und Mariele Sieler vom Verein für Gesundheitsförderung waren unter den Kursabsolventen.

Die Rotkreuzausbilder Winfried Erlebach und Michael Menger vermittelten den Helfern das fundierte Basiswissen, um bei einem plötzlichen Herzstillstand entsprechende Hilfe leisten zu können. Obwohl der halbautomatische Defibrillator seinen Anwender sowohl auf einem Display als auch per Computerstimme exakte Anweisungen gibt, muß der Ersthelfer wichtige Einsatzgrundsätze beachten, um zusätzliche Verletzungen des Patienten und der eigenen Person zu vermeiden.

Beim plötzlichen Herzstillstand ist schnelle Hilfe besonders wichtig, denn bereits nach wenigen Minuten können durch eine Sauerstoffunterversorgung irreperable Hirnschäden auftreten. Beim sogenannten Kammerflimmern, einem unkoordinierten Zusammenziehen des Herzmuskels, ist Defibrillation die einzige Möglichkeit der Hilfeleistung. Ergänzt werden die Maßnahmen durch die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Druckmassage und Beatmung. In Teams wurden die Ersthelfer sowohl in der Ein- als auch in der Zweihelfermethode trainiert. Ergänzend wurde von den Schützen der Umgang mit dem Beatmungsbeutel geübt, der auch in Finnentrop griffbereit mit dem Defi als sinnvolles Zubehör vorgehalten wird. Derart vorbereitet können die Finnentroper Schützen am Wochenende sorglos ihr jährliches Schützenfest feiern, in der Hoffnung die neue Technik nie anwenden zu müssen.

     

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Text und Bilder von Kai Hoffmann

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