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Lenhausen. (ff) Bereits seit seinem vierten Lebensjahr fährt
Tim Struwe Motocross. Jetzt startet der Youngster am
kommenden Sonntag beim 25. ADAC-Supercross in der Dortmunder
Westfalenhalle vor rund 10.000 Zuschauern in der
Kids-Cross-Klasse.
Tim ist einer von zehn Startern in dieser Kategorie, die von
Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren bestritten wird.
Damit dürfte der Nachwuchspilot zu den jüngsten Teilnehmern
gehören, ist der pfiffige Blondschopf doch erst Ende
November sieben Jahre alt geworden. Er wird mit seiner 12 PS
starken KTM SX, die ihre schon recht bissige Kraft aus 50
Kubikzentimetern Hubraum schöpft, seine Runden im Hallenrund
drehen. „Das ist schon ein riesiges Glück, dass Tim bei
diesem Stapel von Nennungen zu den zehn ausgewählten Kids
gehört“, freut sich Vater Andre Struwe, mit dem der Filius
sein schnelles Hobby teilt.
Das aktuelle Motorrad hat übrigens das Christkind gebracht.
Die Maschine mit dem wassergekühlten Zweitaktmotor ist im
Gegensatz zum Vorgängermodell mit Scheibenbremsen
ausgestattet.
Features, auf die der Erstklässler schon Wert legt. |
Angefangen hatte seinerzeit alles mit einer 3,5 PS starken
Yamaha, die Tim mit vier Jahren über die Wiesen gescheucht
hat. „Tim war bei jedem Rennen von mir dabei. Er musste auf
der Rückfahrt zum Fahrerlager immer auf dem Motorrad
mitfahren“, erinnert sich Andre Struwe, „vorher gab er keine
Ruhe“.Aber erst im Alter von fünf Jahren dürfen die
Nachwuchsfahrer offiziell die ersten Rennen bestreiten. In
der vergangenen Saison belegte Tim dann nach zwölf Rennen,
die jeweils in zwei Läufen ausgetragen wurden, in der
Deutschen Amateurklasse beim Verband DAMCV von 28
Teilnehmern einen hervorragenden dritten Platz. Damit ist
auch der diesjährige Aufstieg in die höhere Klasse „Mini
50-A“ geschafft, mit acht Jahren kann Tim dann 2009 in die
65 Kubikzentimeter-Klasse wechseln.
Das große Vorbild des Dreikäsehochs ist der zehnfache
Weltmeister Stefan Everts. „Beim Rennen im belgischen Namur
hat Tim sein erstes Everts-Shirt anprobiert, das er partout
nicht wieder ausziehen wollte“, erinnert sich Andre Struwe
noch gut an Tims erste „Begegnung“ mit dem belgischen
Ausnahmefahrer. |
So ist sein Zimmer natürlich auch mit Everts-Postern
gespickt. Überhaupt ist bei Struwen in Lenhausen alles auf
Motocross getrimmt. Der Keller wurde zur Werkstatt
umfunktioniert, auf dem Bildschirm flimmern Filme über den
Familiensport, im Regal stehen überall Pokale und auch die
Spielkonsole ist mit einem Spiel von Weltmeister Everts
bestückt. Am Sonntagmorgen fährt die ganze Familie nach
Dortmund. „Wir sind sowieso fast jedes Wochenende von
Freitag bis Sonntag mit dem Wohnwagen unterwegs, ob zum
Training oder Rennen“, unterstützt auch Mutter Ulrike das
MX-Hobby ihrer Männer. Und natürlich darf in der
Westfalenhalle auch Malin, Tims dreijährige Schwester, nicht
fehlen. Als sein größter Fan wird sie mit der ganzen Familie
am Sonntag dem Nachwuchstalent die Daumen drücken.
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