Datum: 08.01.2008

Quelle: Kai Hoffmann

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Lenhausen. (ff) Bereits seit seinem vierten Lebensjahr fährt Tim Struwe Motocross. Jetzt startet der Youngster am kommenden Sonntag beim 25. ADAC-Supercross in der Dortmunder Westfalenhalle vor rund 10.000 Zuschauern in der Kids-Cross-Klasse.

Tim ist einer von zehn Startern in dieser Kategorie, die von Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren bestritten wird. Damit dürfte der Nachwuchspilot zu den jüngsten Teilnehmern gehören, ist der pfiffige Blondschopf doch erst Ende November sieben Jahre alt geworden. Er wird mit seiner 12 PS starken KTM SX, die ihre schon recht bissige Kraft aus 50 Kubikzentimetern Hubraum schöpft, seine Runden im Hallenrund drehen. „Das ist schon ein riesiges Glück, dass Tim bei diesem Stapel von Nennungen zu den zehn ausgewählten Kids gehört“, freut sich Vater Andre Struwe, mit dem der Filius sein schnelles Hobby teilt.

Das aktuelle Motorrad hat übrigens das Christkind gebracht. Die Maschine mit dem wassergekühlten Zweitaktmotor ist im Gegensatz zum Vorgängermodell mit Scheibenbremsen ausgestattet. Features, auf die der Erstklässler schon Wert legt.

  Angefangen hatte seinerzeit alles mit einer 3,5 PS starken Yamaha, die Tim mit vier Jahren über die Wiesen gescheucht hat. „Tim war bei jedem Rennen von mir dabei. Er musste auf der Rückfahrt zum Fahrerlager immer auf dem Motorrad mitfahren“, erinnert sich Andre Struwe, „vorher gab er keine Ruhe“.Aber erst im Alter von fünf Jahren dürfen die Nachwuchsfahrer offiziell die ersten Rennen bestreiten. In der vergangenen Saison belegte Tim dann nach zwölf Rennen, die jeweils in zwei Läufen ausgetragen wurden, in der Deutschen Amateurklasse beim Verband DAMCV von 28 Teilnehmern einen hervorragenden dritten Platz. Damit ist auch der diesjährige Aufstieg in die höhere Klasse „Mini 50-A“ geschafft, mit acht Jahren kann Tim dann 2009 in die 65 Kubikzentimeter-Klasse wechseln.

Das große Vorbild des Dreikäsehochs ist der zehnfache Weltmeister Stefan Everts. „Beim Rennen im belgischen Namur hat Tim sein erstes Everts-Shirt anprobiert, das er partout nicht wieder ausziehen wollte“, erinnert sich Andre Struwe noch gut an Tims erste „Begegnung“ mit dem belgischen Ausnahmefahrer.

So ist sein Zimmer natürlich auch mit Everts-Postern gespickt. Überhaupt ist bei Struwen in Lenhausen alles auf Motocross getrimmt. Der Keller wurde zur Werkstatt umfunktioniert, auf dem Bildschirm flimmern Filme über den Familiensport, im Regal stehen überall Pokale und auch die Spielkonsole ist mit einem Spiel von Weltmeister Everts bestückt. Am Sonntagmorgen fährt die ganze Familie nach Dortmund. „Wir sind sowieso fast jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag mit dem Wohnwagen unterwegs, ob zum Training oder Rennen“, unterstützt auch Mutter Ulrike das MX-Hobby ihrer Männer. Und natürlich darf in der Westfalenhalle auch Malin, Tims dreijährige Schwester, nicht fehlen. Als sein größter Fan wird sie mit der ganzen Familie am Sonntag dem Nachwuchstalent die Daumen drücken.

  

 

 

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