Rönkhausen. (ff) Die Tage werden kürzer, das Wetter ist naßkalt – die düstere Jahreszeit hat begonnen. Aber ist das wirklich ein Grund, um Trübsal zu blasen ? Eine Schar illusterer Zeitgenossen kennt ein Mittel, das diese trüben Abende aufhellt. In Rönkhausen hat wieder die Festspielzeit begonnen und seit Wochen proben die Laiendarsteller für ihren aktuellen Schwank „Himmel vorhanden – ein Engel gesucht“ auf den Brettern, die auch in dem Glingedorf die Welt bedeuten. Unter der Regie von Hubertus Hoffmann zeigen die Freizeitschauspieler der örtlichen Feuerwehr am kommenden Wochenende wieder, daß sie nicht nur Brände löschen können. Die letzten Proben laufen auf Hochtouren und langsam kommt das Lampenfieber, das auch die alten Hasen in der Laienspielschar immer noch nicht ganz abschütteln können.
Die Story der kurzweiligen Komödie ist schnell erzählt: Xaver Hochberger, strammer aber lediger Großbauer, ist die Ehelosigkeit allmählich leid und sucht die Frau für`s Leben. Auch dem vorlauten Jungknecht Blasi dämmert langsam, daß es zweierlei Menschen gibt – Männlein und Weiblein. Der Hochbergerhof ist romantisch gelegen und hat alles zu bieten, was das Herz einer jungen Braut höherschlagen läßt – eben der Himmel auf Erden. Und so ist auch schnell der Text für das Heiratsinserat gefunden: „Himmel vorhanden – ein Engel gesucht“. Und tatsächlich fällt ein Engel vom Himmel, und zwar in Form der abgestürzten Drachenfliegerin Monika Engel, die ohnmächtig in der guten Stube landet. Doch bis zur Verlobung stehen der urig eingerichteten Bauernstube – für den Bühnenbau zeichnen übrigens Reinhard Hoffmann und Christoph Kremer verantwortlich – noch einige turbulente Ereignisse bevor. Und dann gibt es ja schließlich noch die alte Wirtschafterin Threse, den pfiffigen Viehändler Kasian, die heiratswütige Bauerstochter Afra, den Gurglbauer, die fesche Gabi und den jungen Tierarzt, die allesamt ordentlich Verwirrung stiften.
Die Laiendarsteller Dietmar Schuppert, Eva Haase, Jörg Großmann, Veronika Vogt, Detlef Leermann, Hubertus Hoffmann, Katja Schuppert, Steffi Soemer, Daniel Helmig, Jutta Habbel und Benedikt Müller hauchen dem temporeichen Verwechslungsspiel Leben ein. Und auf der Besetzungscouch lauert noch eine Überraschung, mehr sei aber an dieser Stelle nicht verraten. Die Vorstellungen in der Schützenhalle beginnen am kommenden Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde früher, Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt, am Sonntag wird zusätzlich eine reichgedeckte Kaffeetafel angeboten.
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Text und Bilder von Kai Hoffmann