Finnentrop. (ff) Der erste Vorsitzende
Volker Augele sah bei seinem Grußwort „Licht am Ende des Tunnels“,
doch den meisten der rund 50 Gewerbetreibenden, die sich am
Mittwochabend auf Einladung des Gewerbevereins im Ratssaal
eingefunden hatten, blieb dieser Lichtblick allerdings versagt.
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Bürgermeister Dietmar Heß kann sich gut daran erinnern, daß
das Thema „Finnentroper Tallage“ bisher ein ständiger
Begleiter in seiner über 15-jährigen Amtszeit war: „Ich kann
die Skepsis der Finnentroper gegenüber den städtebaulichen
Gedankenansätzen der Verwaltung durchaus nachvollziehen“.
Ob diese Bedenken bei den Gewerbetreibenden an diesem Abend
ausgeräumt werden konnten, bleibt weiterhin fraglich. Obwohl
mit dem Abschluß des Planfeststellungsverfahrens praktisch
das Baurecht für die Beseitigung des Bahnübergangs vorliegt,
scheitert die Durchführung weiterhin an den Finanzlöchern
des Landes. |
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„Man räumt im Land
NRW derzeit anderen Projekten eine höhere Priorität ein“, so Heß,
der nach eigenen Angaben, der neuen Landesregierung, egal aus
welchem politischen Lager sie stammen sollte, „mächtig auf den Keks
gehen wolle“.
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Finnentrops erster Beigeordneter Aloys Weber
referierte zu den technischen Einzelheiten der
angedachten Maßnahmen. Das Gesamtvolumen der
Baumaßnahmen zur Beseitigung des Bahnübergangs ist
mit 13,5 Mio. Euro veranschlagt. Die gleisnahe
Trasse der neuen L 539 soll nach der Querung der
Lenne in Richtung Norden führen, wo sie in Höhe des
heutigen Hauses Gunkel in einem Kreisverkehr in die
B 236 münden soll. In Höhe des Stauwehrs soll die
Straße auf einem Dammbauwerk ansteigen, bevor sie
mit einer stützenfreien Brücke die verbleibenden
acht Gleise der DB AG überspannen wird. |
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Doch
auch im Bereich des Bahnhofs, den die Gemeinde im letzten
Jahr von der BEG erworben hat, soll sich nach dem Willen der
Verwaltung einiges tun. Das Empfangsgebäude soll der
Abrissbirne zum Opfer fallen und der Busbahnhof soll in
unmittelbare Nachbarschaft rücken. Die Verknüpfung von Bus
und Bahn direkt an der Bahnsteigkante ist vorstellbar.Eine
Einzelhandelskette hat ihr Interesse bekundet, einen 700
Quadratmeter messenden Supermarkt mit 70 Parkplätzen im
Bereich des heutigen Busbahnhofs errichten zu wollen. |
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Doch dem Wunsch
des Discounters wird wohl nicht kurzfristig entsprochen werden
können, sind doch in diesem Bereich erst technische Probleme zu
beseitigen. So müssen noch Gittermasten und eine 15 KV-Speiseleitung
der Bahn verlegt werden.
Alle in diesem
Zusammenhang angedachten Baumaßnahmen sind unmittelbar miteinander
verknüpft und bisher nur Vorschläge der Verwaltung, die noch nicht
politisch abgesegnet sind. „Wir waren in diesem Bereich noch nie so
weit wie heute“, versuchte Bürgermeister Heß vorsichtigen Optimismus
zu verbreiten. Allerdings ist wohl die Übergabe der neuen Trasse,
die nach eineinhalbjähriger Bauzeit für Ende 2007 angedacht war,
weiterhin in weiter Ferne. Städtebaulich ist für die Finnentroper
Tallage noch lange nichts in trockenen Tüchern. |