Finnentrop. (ff) Die Umstellung auf die neue Stellwerkstechnik nimmt in Finnentrop immer konkretere Formen an. Nachdem bereits zahlreiche Signalmasten in den einzelnen Streckenabschnitten ausgetauscht worden sind, wurden am Dienstag die Container geliefert, die zukünftig die elektronische Stellwerkstechnologie beherbergen sollen. Die Module, die von der Firma Siemens gefertigt wurden, haben eine Länge von neun Metern und sind drei Meter breit. Vollgestopft mit Schaltschränken und Kabeln bringt der schwerste der insgesamt acht Module, die mit Sattelzügen nach Finnentrop transportiert wurden, stolze 13 Tonnen auf die Waage.

Von einem Autokran mit einer maximalen Hubkraft von 90 Tonnen wurden die Container-Bausteine in die richtige Position gebracht. Im Schatten des denkmalgeschützten Reiterstellwerks entsteht eine hochmoderne Schaltzentrale. Das Arbeiten darin ist mit der heutigen Tätigkeit des Fahrdienstleiters, der über den Gleisen thrront und die richtige Weichenstellung überwacht, nicht mehr vergleichbar. Zukünftig ähnelt der Leitstand eher dem einer modernen Modelleisenbahn. Der Disponent schaltet und waltet demnächst, abgeschottet von der Außenwelt, im Dunkel des Containerblocks und beobachtet den Zugverkehr lediglich noch auf zahllosen Monitoren.

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Text und Bilder von Kai Hoffmann

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