Finnentrop. (ff) Am Wochenende wurden die neuen Signalbrücken im Bahnhofsbereich Finnentrop montiert. Die alten Signalanlagen, die noch elektromechanisch arbeiten, werden dann in den wohlverdienten Ruhestand gehen und demontiert. Zumal soll die Ruhr-Sieg-Strecke auch für bis zu 160 Stundenkilometer schnelle Züge zugelassen werden. „Die alten Signalmasten, die zu dicht am Gleis stehen, würden die Vibrationen, die von den schnelleren Zügen erzeugt werden, auf Dauer nicht standhalten“, erklärte Bauleiter Bernhard Dolleck von der Firma Klostermann aus Hamm. Im August wurde bereits der Grundstein für diese Montage gelegt. In einer aufwendigen Aktion wurden seinerzeit die neun Meter langen Doppel-T-Stahlträger für die Fundamente mit einer dieselbetriebenen Explosionsramme eingetrieben (wir berichteten).

Mit einem Teleskopkran der Firma Schuco aus Olpe, der eine maximale Hubkraft von 120 Tonnen aufbringen kann, wurden in den Nächten zum Sonntag und Montag ab Mitternacht die bis zu vier Tonnen schweren Einzelteile montiert. Während der Kranführer beim ersten Signalausleger im Bereich des Bahnübergangs noch Sichtkontakt zum Gleis hatte, wurde er bei der zweiten Auslegerbrücke lediglich über Funk dirigiert und manövrierte blind die Einzelteile mit dem 60 Meter langen Hauptmast des Autokrans über ein Haus hinweg zu ihrem Montageplatz. Obwohl bereits der relativ schwache Zugverkehr in der Nacht ausgenutzt wurde, mußte die Ruhr-Sieg-Strecke doch zeitweise vollgesperrt werden, um das eingesetzte Personal nicht zu gefährden.

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Text und Bilder von Kai Hoffmann

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