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Finnentrop. (ff) „An der
Tatsache, dass der Sendemast neben der Dreifach-Turnhalle
errichtet wurde, ist nichts mehr zu rütteln und die Anlage
geht im Juni in Betrieb“, so könnte der Tenor der
Info-Versammlung zum Mobilfunkmasten, der auf die
T-Mobile-interne Bezeichnung „Finnentrop 10“ hört, am
Montagabend im Ratssaal lauten. Bürgermeister Dietmar Heß
meinte, man könne froh sein, dass die Verwaltung „überhaupt
mit im Boot ist“ und die Anwohner zu einer
Info-Veranstaltung eingeladen hat: „Wenn der Sendemast am
Alternativstandort Kopernikusstraße 14 errichtet worden
wäre, hätte die Gemeinde überhaupt kein Mitspracherecht
gehabt“.
Torsten Tillmann zweifelte an,
ob gerade diese Alternativstandorte überhaupt ausreichend
auf ihre funktechnische Tauglichkeit geprüft worden sind.
Die Anlage „Finnentrop 10“, die von der „Deutschen Funkturm
GmbH“ errichtet wurde, soll nach ihrer Inbetriebnahme den
Sendemast „Lennestadt 70“ auf der Vermittlungstelle der
T-Com am Killeschlader Weg ersetzen, der seinerzeit zur
GSM-Grundversorgung errichtet wurde. |
Nach Aussage von Friedhelm
Gehlen von T-Mobile, der am Montag die technische Seite
vorstellte, sollen am neuen Sendemast zukünftig drei
Antennen für das sogenannte GSM-Netz, das vornehmlich für
die Sprachübertragung vorgesehen ist, und drei Elemente für
UMTS von Vodafone installiert werden. Weiterhin sind drei
Elemente der T-Mobile für UMTS geplant. Auch die
Immissionsprognose, die von Gehlen durchgeführt wurde, sieht
diese Antennen-Konstellation bereits vor.Doch die nüchternen
Zahlen konnten die Anwohner nicht beruhigen, vielmehr
fühlten sich die Anwesenden durch die ständige Vertröstung
bei der Beantwortung ihrer Fragen in ihrer Auffassung
bestärkt, nicht ausreichend informiert zu werden. Auf die
deutlich niedrigeren Grenzwerte im europäischen Umland
angesprochen, meinte Gehlen: „Glauben sie wirklich, dass in
Russland irgendjemand diese Grenzwerte überprüft“. Diese
Aussage trug nicht gerade dazu bei, die erhitzten Gemüter zu
beruhigen. Im Zuge der kontroversen Diskussion warf
Franz-Josef Vollmert dem Finnentroper Verwaltungschef vor,
die Sorgen seiner Bürger nicht ausreichend ernst zu nehmen.
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Obwohl Heß im Vorfeld die Bitte
ausgesprochen hatte, dass sich die Debatte bei allen
Vorbehalten gegen die Sendeanlage „in einem adäquaten Rahmen
bewegen sollte“, konnte sich auch der Bürgermeister einige
verbale Entgleisungen nicht verkneifen.Während die
Netzbetreiber für die Kinder in den Schulen und die Anwohner
keine gesundheitlichen Risiken sehen, fühlten sich die
besorgten Bürger am Montag nur einseitig informiert. Während
Heß die Bedenken als reine „Glaubensfragen“ bezeichnete,
forderten die Anwesenden Informationen eines unabhängigen
Mediziners, der über die möglichen Gesundheitsschäden
aufklärt. Letztendlich sieht Friedhelm Gehlen von T-Mobile
allerdings keine Chance, den Masten wieder zurück zu bauen:
„Wir haben rund 120.000 Euro an diesem Standort investiert
und bestehen auf Vertragserfüllung“. Abschließend meinte der
Beigeordnete Aloys Weber: „Es ist jedem Bürger
freigestellt, gegen die Sendeanlage Widerspruch einzulegen“.
Das Ergebnis der Veranstaltung kann für die besorgten Bürger
nur als unbefriedigend gewertet werden. |