Neuer Rettungswagen für Wache Finnentrop

Finnentrop. (ff) Die Zeiten der elektronischen Erzeugung des legendären „tatütata...“ gehören beim Rettungsdienst jetzt endgültig der Vergangenheit an. Man besinnt sich wieder auf die guten, alten Martinhörner, die ihre unbändigen Straßenräumerqualitäten aus der Pressluft eines kleines Kompressors ziehen.

Der Kreis Olpe hat bei der Rettungswache in Finnentrop einen neuen Rettungswagen in Dienst gestellt, der ein Fahrzeug aus dem Jahre 1996 ablöst.

Der alte RTW hatte schließlich 270.000 Kilometer auf dem Buckel und war doch mächtig in die Jahre gekommen. Der neue Mercedes Sprinter gleicht auf den ersten Blick eher einem Fahrzeug der großen Paketdienste, doch der Aufbau bietet für die Arbeit der Rettungsdienstler optimale Platzverhältnisse.

Das aktuellste Fahrzeug des Kreises Olpe verfügt sowohl über eine Zusatzheizung wie auch eine Klimaanlage für den Patientenraum. Eine Rückfahrkamera bietet dem Fahrer Sicherheit beim Rangieren, wenn der Kollege den Patienten versorgt und nicht als Einweiser fungieren kann. Bei Einsätzen in der Dunkelheit besteht jetzt die Möglichkeit, die Einsatzstelle mit einer Umfeldbeleuchtung auszuleuchten. Sogenannte Schleuderketten sorgen gerade in der aktuellen Jahreszeit für entsprechenden Vortrieb, auch wenn der Winterdienst in den Nachtstunden mal noch nicht unterwegs war. Während der Vorgänger noch ein Benziner mit Schaltgetriebe war, bringt jetzt ein Automatikgetriebe die Kraft des aufgeladenen Dieselaggregats auf die Straße. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro.In Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde das Fahrzeug, das seine Feuertaufe schon längst absolviert hat, jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben.

 

 Die Rettungsassistenten nutzten die Gelegenheit, um ihren Familien den neuen „Arbeitsplatz“ ausgiebig zu erläutern.

 

Text und Bilder von Kai Hoffmann

 

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