Polizei
fahndet nach zwei Verdächtigen
Finnentrop. (bw) Im Zusammenhang mit
dem Überfall auf den 59jährigen türkischen Kaufmann am
vergangenen Montag, 2. August, in Finnentrop gehen
Staatsanwaltschaft und Polizei nach dem derzeitigen Stand der
Ermittlungen von einem Raubüberfall aus.
Nach Zeugenaussagen wurden in der
Zeit zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr zwei tatverdächtige Männer in
der Nähe des Tatortes beobachtet, die sich vom Grubet-Markt
(ehemaliges Hotel Biggemann) aus in Richtung der parallel zur
Lenne verlaufenden Lennestraße bewegten.
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Die beiden südländisch wirkenden
Männer werden wie folgt beschrieben:
der erste Mann ca. 180 cm groß, ca.
23 - 30 Jahre, athletische Figur, kurze glatte schwarze Haare,
bekleidet mit buntem dunkelfarbigem Hemd mit schwarzer Hose.
Der zweite Mann ca. 165-170 cm groß,
ca. 30 Jahre, untersetzte Figur, Halbglatze mit einigen
Resthaaren in der Mitte vorn, ansonsten schwarze kurze Haare, 3-
Tagebart, bekleidet mit weissem T-Shirt und dunkler Hose.
Lediglich von einem der beiden Täter
liegt ein Phantombild vor. Die Polizei fragt, wer die beiden
Männer in der Nähe des Tatortes gesehen hat oder sonstige
sachdienliche Angaben machen kann. Tel: 02761/9269-6021 oder
jede andere Polizeidienststelle. |
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Nach WP-Informationen befindet sich
das Opfer weiter auf dem Weg der Besserung, liegt aber immer in
der Torax- und Lungenspezialklinik in Hemer. Achtmal haben die
Täter den 59-Jährigen in den Rücken gestochen, zwei Stiche
verletzten die Lunge lebensgefährlich. Die Polizei setzt große
Hoffnungen auf die jetzt mit dem Phantombild vorangetriebene
Fahndung.
Die Mordkommission aus Hagen ist
auch noch am Wochenende im Kreis Olpe im Einsatz, um jedem
Hinweis nachgehen zu können.
06.08.2004
WESTFALENPOST
WP-Bericht vom 06.08.04
Erneute Spurensuche am Tatort in Finnentrop
Fieberhaft arbeiten Mordkommission Hagen, Kripo Olpe und
Siegener Staatsanwaltschaft an der Aufklärung des brutalen
Überfalls auf einen59-jährigen türkischen Einzelhändler am
Montag in Finnentrop. Gestern starteten die Ermittler einen
neuen Vernehmungsversuch des Mordanschlagsopfers, dessen
Gesundheitszustand sich im Hemeraner Krankenhaus
stabilisiert hat. Von seinen Aussagen erhoffen sich die
Ermittler entscheidende Hinweise auf die Tat. Gleichzeitig geht
die Polizei Hinweisen aus der Bevölkerung nach. So wurden
gestern die Böschungen zwischen dem Tatort und dem Lenneufer von
Mitarbeitern des Finnentroper Bauhofs teilweise sogar
freigeschnitten, um ohne störendes Astwerk und Gesträuch erneut
auf Spurensuche gehen zu können.
05.08.2004 Von Werner Riedel
Der heutige WP-Bericht:
Kaufmann außer Lebensgefahr
Finnentrop. (bw) Der Gesundheitszustand des 59-jährigen Inhabers
des türkischen "Grubet-Marktes" an der Finnentroper
Bahnschranke, der am Montag einem brutalen Überfall zum Opfer
fiel, hat sich gebessert. Trotz der schweren Stichverletzungen
im Rücken besteht keine akute Lebensgefahr mehr.
Trotzdem mussten gestern Beamte der Hagener Mordkommission
unverrichteter Dinge wieder vom Krankenhaus in Hemer
zurückkehren. Der türkische Staatsbürger sei nach wie vor nicht
vernehmunsgfähig, seine Gesundheit gehe vor. "Wir warten auf
grünes Licht der Ärzte, um den Mann zu dem Überfall befragen zu
können. Seine Aussage ist Dreh- und Angelpunkt in den
Ermittlungen." Die laufen auf vollen Touren. Zehn Beamte leisten
ein Riesenpensum, vieles ist Kleinarbeit. Akribisch wird
Hinweisen und möglichen Spuren nachgegangen. Dazu gehört ein
Küchenmesser, das die Finnentroper Feuerwehr am Tatabend in
unmittelbarer Tatortnähe am Lenneufer fand. "Ein Zusammenhang
des Messers mit dem Tötungsversuch können wir ausschließen", so
ein Ermittler: "Das ist definitiv nicht die Tatwaffe."
Auch Gerüchte, das Opfer habe u.a. einen privaten Geldverleih
betrieben, scheinen sich nicht zu bestätigen: "Bisher gibt es
dafür überhaupt keinen Anhaltspunkt. Es ist lediglich bekannt,
dass Stammkunden bei dem Händler auch schon mal anschreiben
lassen konnten." Hinweise aus der Bevölkerung zur Tat sind
bisher sehr spärlich eingegangen. Selbst mit Hilfe von
türkischen Zeitungen versucht die Polizei Licht ins Dunkel zu
bringen. Denn noch fehlen Motiv, Tatablauf oder Täterzahl. Die
Ermittler haben eine Hotline geschaltet unter Tel:
02761/92696021.
Westfalenpost - Werner Riedel
04.08.2004 Von Kai Hoffmann
Der am Montagabend durch bisher
ungeklärte Umstände schwerstverletzte Ladeninhaber des "Gurbet-Market"
in Finnentrop ist inzwischen außer Lebensgefahr, allerdings noch
nicht vernehmungsfähig. Von seiner Aussage erhoffen sich die
Ermittler Angaben zum Täter und über den Tathergang, der bisher
noch völlig im Dunkeln liegt.
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Noch in der Nacht
stimmten die Einsatzleiter der Schutzpolizei, DLRG,
Kriminalpolizei und Feuerwehr die Suche nach der vom
Täter möglicherweise
weggeworfenen Tatwaffe ab. |
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Die gelben Engel, schnelle Hilfe aus der Luft: Christoph 25 des
ADAC aus Siegen. Nach Angaben des Piloten ist der neue
Rettungshubschrauber Eurocopter EC 135 mit dem Vorgänger MBB BO
105 in puncto Platzangebot und
Flugeigenschaften nicht zu vergleichen. Immerhin stecken 20
Jahre Weiterentwicklung in dem aktuellen Fluggerät der
Luftretter, die am Jung-Stilling-Krankenhaus stationiert sind
und in rund zehn bis fünfzehn Minuten an einer Einsatzstelle im
Raum Finnentrop eintreffen können.
03.08.2004 Von Gunnar Steinbach und Werner Riedel (WP)
Finnentrop. Zum Überfall auf den
59-jährigen türkischen Staatsangehörigen, der am Montag gegen
18.30 Uhr mit Stichverletzungen im Rücken auf dem Gehweg neben
seinem Lebensmittelgeschäft blutüberströmt aufgefunden worden
war (die WP berichtete exklusiv), gibt es derzeit keine neuen
Erkenntnisse.
Der schwerverletzte Mann musste mit einem Rettungshubschrauber
in die Spezialklinik für Lungen- und Thorax-Patienten in Hemer
geflogen werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht immer
noch Lebensgefahr. Eine Vernehmung des Opfers, von der sich die
Mordkommission Hagen und die Kripo in Olpe entscheidende
Hinweise auf den oder die Täter erhoffen, ist deshalb zum
jetzigen Zeitpunkt absolut unmöglich.
Die Hintergründe der Tat sind bislang völlig unklar: "Wir
ermitteln nach allen Seiten. Ob Raubüberfall, Beziehungstat oder
blutige Auseinandersetzung etc. - entscheidend wird die Aussage
des Opfers sein", so ein Beamter.
Die Nachsuche im Uferbereich der Lenne nach der Tatwaffe mit
Unterstützung der Feuerwehr Finnentrop sowie die Absuche der
Lenne mit DLRG-Tauchern bis in die späten Abendstunden verlief
ergebnislos. Der Geschädigte betreibt
einen türkischen Lebensmittelmarkt mit buntem Sortiment, zu dem
auch Obst und Gemüse sowie Geschenkartikel, Textilien, Porzellan
und andere Artikel gehörten. Angesichts des kaum überschaubaren
Sortiments in dem umfangreichen
Ladenlokal dürfte die Spurensuche der Ermittler am Tatort in
unmittelbarer Nähe der Finnentroper Bahnschranke noch Tage
dauern. Staatsanwaltschaft Siegen, die Mordkommission des
Polizeipräsidiums Hagen und die Kripo Olpe
arbeiten auf Hochtouren, um das brutale Verbrechen aufzuklären.
Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang die Bevölkerung um
Mithilfe und fragt: "Wer hat zur fraglichen Zeit (Montag, 2.
August, 18.30 Uhr) im näheren Umfeld des Lebensmittelmarktes
verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen, die im Zusammenhang
mit dem Überfall stehen könnten?
Die Ermittler erbitten Hinweise unter Tel: 02761/9269-6021, oder
an jede andere Polizeidienststelle.
02.08.2004 Von Volker Eberts und Kai Hoffmann
Raubüberfall auf türkischen Laden
Finnentrop. Ein türkischer Einzelhändler in Finnentrop wurde
gestern Abend
Opfer eines brutalen Raubüberfalls.
Gegen 18.30 Uhr war es vorbei mit der sommerlichen
Ferienstimmung im östlichen Kreisgebiet. Um 18.33 Uhr wurde der
Inhaber eines türkischen Einzelhandelsgeschäftes in Finnentrop,
untergebracht im ehemaligen Hotel Biggemann, das direkt an der
Lenne und der Finnentroper Bahnschranke liegt, blutüberströmt
aufgefunden. Der 59-Jährige, der in dem ehemaligen Hotel einen
Laden mit Namen "Gurbet-Market" betreibt, war
höchstwahrscheinlich niedergestochen worden.
Die Stichverletzungen waren nach Aussagen der Polizei
lebensgefährlich. Der Notarzt vor Ort alarmierte deshalb den
Rettungshubschrauber, der den Schwerverletzten auf dem
schnellsten Weg in eine Spezialklinik nach Hemer
brachte. Über den Zustand des Mannes wurde gestern Abend nichts
mehr bekannt.
Auch die Hintergründe der Tat blieben gestern Abend unklar. "Wir
gehen von einem Überfall aus", so Polizeisprecher Schimsheimer.
Der oder die Täter waren gestern Abend flüchtig. Kripo,
Staatsanwaltschaft und Spurensicherung widmeten sich am Tatort
der Beweissicherung und Zeugenvernehmung.
Gegen 20 Uhr wurde die Feuerwehr-Löschgruppe Finnentrop
alarmiert, um die Uferbereiche nach der Tatwaffe abzusuchen und
nach Einbruch der Dunkelheit den Tatort auszuleuchten.
Taucher der DLRG wurden darüber hinaus angefordert, um in der
Lenne nach der Waffe zu suchen. Auch ein Hundeführer der Polizei
war vor Ort.
Der "Gurbet-Market" wird hauptsächlich von türkischen Mitbürgern
besucht. Zu seinem bunten Sortiment gehören Obst und Gemüse
ebenso wie Geschenkartikel, Textilien und andere Artikel aller
Art.
(Wir berichten noch ausführlich.)
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anbei weitere Fotos zum Raubüberfall
am Montagabend.
1. Die Taucher der DLRG kamen aus Lennestadt, Oberhundem und
Attendorn.
2. Die Spurensicherung aus Hagen bei der Arbeit am Tatort. Die
Ermittlungen dauerten bis spät in die Nacht.
Die Tatwaffe konnte trotz des Einsatzes von Feuerwehr und
Tauchern bisher nicht gefunden werden.