Finnentrop. (ff) Ein bißchen verrückt muss man als Narr schon sein. Am Dienstag nutzten einige Mitglieder des Finnentroper Elferrates die Gelegenheit, sich während des Blutspendetermins im Pfarrheim einen halben Liter Blut abzapfen zu lassen. Der kostbare Lebenssaft soll als Grundstoff für den feuerroten Fruchtlikör dienen, der auf den vielversprechenden Namen „Narrenblut“ getauft wurde. Das „Narrenblut“ soll dann im Rahmen der Jubiläums-Prunksitzung, die den Höhepunkt der diesjährigen Session bilden wird, wieder reißenden Absatz finden. Doch Scherz beiseite: Während sich der erste Vorsitzende Markus Tietz bereits mehrfach pieksen ließ, zählte der Sitzungspräsident Wilfried „Flied“ Beckmann zu den Erstspendern. Dem Blutspendedienst aus Hagen soll es recht sein, schließlich kommen sie durch diesen Schabernack zu neuen Ersttätern, die dann hoffentlich desöfteren an den Ort ihrer verrückten Narrentat zurückkehren werden. In gut informierten Narrenkreisen wird gemunkelt, daß Wilfried Beckmann bereits 2000 Fläschchen des köstlichen Lebenselixiers im Keller bevorratet.

Nach einer ordentlichen Stärkung galt es im Anschluß, ein Vereinsmitglied besonders zu ehren. Wilfried König ist das 111. Mitglied des noch jungen Festkomitees Finnentroper Karneval, das erst zu Beginn diesen Jahres als eigenständiger Verein aus der Taufe gehoben wurde. Der organisierte Jubelnarr, der auch als zweiter Schriftführer bei den Bürgerschützen aktiv ist, erhielt vom Präsidenten Markus Tietz einen Orden und einen Elferkasten eines namhaften Getränkeherstellers.

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Text und Bilder von Kai Hoffmann

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