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Finnentrop. (ff) Warum in den Musical-Dome nach Köln
oder zum Theater im Hamburger Hafen reisen, wenn das
Gute doch so nah liegt ? Das dachten sich auch die
über 500 begeisterten Zuschauer, die am Dienstag der
„Musical Night“ in der Festhalle Finnentrop einen
imposanten Rahmen boten und ein volles Haus
bescherten. |
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Auf
Einladung der Kulturgemeinde gastierte das zwölfköpfige
Ensemble um Bandleader Axel Törber in Finnentrop.Bei der
Best-of-Show der bekanntesten Musicalmelodien wurden die
Ohrwürmer aus den verschiedensten Produktionen präsentiert.
Ob „Tonight, tonight“ und „Maria“ aus der „West Side Story“,
oder „Nur sein Blick“ aus „Jekyll and Hyde“, die Truppe um
Schlagzeuger Axel Törber bot die Highlights der letzten
Jahre auf. Die Zuschauer fühlten sich in der fast
dreistündigen Revue regelrecht in das New Yorker
Theaterviertel, den Broadway am Times Square, versetzt. Der
kreative Schlagzeuger zeichnete auch für die Moderation und
die Arrangements verantwortlich. |
Seine
sechsköpfige Band bildete die Basis für einen
stimmungsvollen Abend, der von den sechs Solisten stimmlich
vollendet wurde.Lediglich die Ausstattung und das Bühnenbild
fielen etwas spärlich aus. Bei der Vielzahl der gebotenen
Stücke blieben aufgrund der knappen Umkleidepausen die
Kostüme, die ansonsten gerade die großen Produktionen
ausmachen, leider auf der Strecke. Da wirkte „Simba“, der
Nachwuchskönig in „Der König der Löwen“, bei seinem „Ich
will jetzt gleich König sein“, ausstaffiert mit Hot pants
und einem Kinderrucksack, schon recht dürftig. Und ein
Queen-T-Shirt gepaart mit einem weißen Jäckchen machen noch
lange keinen Freddie Mercury aus.
Aber
ansonsten überzeugte der Musical-Reigen vollends: Die Band
spielte sich vor allem im zweiten Teil in die Herzen der
Zuschauer: Bassist Karsten Fernau erntete mit seinen
fetzigen Showeinlagen auf der Bühne reichlich Applaus. Zu
wahren Begeisterungsstürmen ließen sich die Zuschauer bei
den Vorträgen der Solisten hinreißen. Alexandra Gentzen aus
Bielefeld, die schon in „Les Miserables“ in Duisburg
mitwirkte, und Corie Townsend aus Houston boten
hervorragende gesangliche Unterhaltung. |
Die
Texanerin war auch für die Choreografie des Abends
zuständig. Obwohl Nick Lloyd beim Starlight-Express zwar mit
Rollschuhen seine rasanten Pirouetten auf der Bühne drehte,
paßte doch irgendwie sein Pajetten-Outfit nun gar nicht zum
Skating-Original aus Bochum.
Das störte
bei seiner Stimme allerdings niemanden: Der gebürtige
Londoner begeisterte neben seinem Kollegen Simon Tunkin, der
schon im „Phantom der Oper“ in London und Hamburg auf der
Bühne stand, auch das Finnentroper Publikum.
Die
Bandbreite der Songs war gewaltig: Nach der rührseligen
Ballade aus „Evita“, über „Mack the knife“, einem
schmissigen Abba-Medley, Jesus Christ Superstar von Andrew
Lloyd Webber und der Rocky Horror Show, gipfelte der Abend
in einem furiosen Finale mit den bekannten Songs der
legendären Band „Queen“. Bei „We are the champions“ kannte
der Beifall keine Grenzen mehr: Standing Ovations für
großartige Sänger und eine fulminante Band.
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