Sommerfest des MC Finnentrop
Lenhausen. (ff) „Nicht darüber meckern, daß nichts los ist, sondern selber etwas auf die Beine stellen“. Unter diesem Motto läutete im Jahre 1979 eine Gruppe von engagierten Motorradfahrern die Geschichte des Motorradclub Finnentrop ein. Nach 23 Jahren Clubgeschichte können die Mitglieder mit Recht behaupten, daß Aufkleber des MC Finnentrop vom Nordkap bis Gibraltar an den markantesten Stellen kleben. Länder in ganz Europa, speziell die Alpen- und Mittelmeerländer werden jährlich von den Mitgliedern auf ihren Krädern bereist.
Und so werden auch zum inzwischen 18. Sommerfest am Wochenende vom 09. bis 11. August wieder Gäste aus nah und fern erwartet. Hunderte von Motorradfans campieren dann wieder in ihren „Dackelgaragen“ auf dem Gelände des Schäferhundevereins. Unter ihnen sicherlich auch wieder Bartel Lamers aus der Nähe von Amsterdam. Die rund 350 Kilometer stellen für den 43-jährigen Junggesellen und seine zweizylindrige BMW kein großes Problem dar. Schließlich war er wegen der urgemütlichen Atmosphäre und der reichhaltigen Verpflegung bis jetzt bei jedem Motorradtreffen der Finnentroper vertreten. Auch die guten, alten Bikerfreunde aus Dottingen werden wieder mit von der Partie sein. Zu dem Motorradclub aus dem Süddeutschen unterhalten die heimischen Biker seit Jahren eine innige Freundschaft, die mit gegenseitigen Besuchen gepflegt wird.
Von Freitag bis Sonntag ist der Hundeübungsplatz in Lenhausen wieder fest in der Hand zahlloser Motorradfreaks. Bei den beiden großen B´s (Bratwurst und Bier) wird dann am Lagerfeuer Englisch, Bayerisch, Schwäbisch geschwätzt, mit Händen und Füßen geredet und von gemeinsamen Erlebnissen erzählt. Und wer glaubt, dort nur finstere Gesellen in Lederkluft anzutreffen, liegt völlig verkehrt. Die Biker bieten ein Fest für die ganze Familie: Ausgelassene Stimmung, gute Laune und Bikerlatein bei Lagerfeuerromantik, Motorradfahrer aller Altersklassen, Männlein oder Weiblein, Kinderbelustigung für den Nachwuchs, eben ein buntgemischtes Völkchen. Am Samstag abend verwandelt dann die General Lee Band die Wiesen hinter dem alten Bahndamm in ein Festivalgelände. Die Formation aus dem Märkischen Kreis wird den Zuschauern mit fetzigem Südstaaten-Rock ordentlich einheizen. Auch wer selbst kein Motorrad fährt, sich aber mit dem Lebensgefühl der Biker identifizieren kann, ist ein gern gesehener Gast. Denn so mancher gerät beim Anblick von Ducati, Yamaha, Harley, BMW und Co. leicht ins Schwärmen. Die schönsten Motorräder werden ebenso prämiert und mit einem Pokal belohnt, wie die weiteste Anfahrt oder der älteste Teilnehmer. Und am Sonntag morgen gibt es ordentlich was auf die Gabel: Ein Pott Kaffee und Futter satt, wie es die Vereinsmitglieder verlockend anpreisen, bilden dann die Grundlage für die oftmals weite Heimreise.
Text und Bilder von Kai Hoffmann klick auf die Bilder zur Vergrößerung