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Ostentrop. (ff) Der Finnentroper
Gemeinderat tagte am Dienstag ausnahmsweise im großen Saal
des Gasthof Melcher in Ostentrop. Wo ansonsten die
Laienschauspieler des Theatervereins für Lachsalven sorgen,
war jetzt trockene Kommunalpolitik angesagt. Wenn das Genre
auch wesentlich ernster angesiedelt ist, kam die
Unterhaltung auf der politischen Bühne aber dennoch nicht zu
kurz.
Die Finnentroper Ratsherren
hatten aus der Not eine Tugend gemacht und das Angenehme mit
dem Nützlichen verbunden. Zum einen findet im Sitzungssaal
des Rathauses derzeit eine Kunstausstellung statt, zum
anderen wurde die Gelegenheit genutzt, den MGV „Cäcilia
1850“ Ostentrop für seine Anstrengungen zur Erlangung des
Meisterchortitels bei einem Heimspiel in der Ostentroper
Scala zu ehren.
Während andere Chöre mit einem
massiven Nachwuchsproblem zu kämpfen haben, liegt das
Durchschnittsalter beim MGV Cäcilia bei gerade 44 Jahren.
Diese Zahl bestätigt auch den optischen Eindruck, dass sich
offensichtlich in Ostentrop sehr viele junge Männer dem
Chorgesang verschrieben haben. Obwohl die Sänger jetzt schon
auf eine über 150 Jahre währende Vereinsgeschichte
zurückblicken können und der MGV damit der älteste Chor im
Kreis Olpe ist, zählt der MGV aufgrund des Alters der
einzelnen Mitglieder sicherlich zu den jüngeren in der
Gemeinde Finnentrop. |
Und dabei sehen sich die 48
Aktiven unter dem gemeinsamen Vorsitz von Meinolf Hermes und
Volker Theile nicht als bloße Zweckgemeinschaft, vielmehr
stellen sie sich neben der vereinsintern gepflegten
Geselligkeit, zu den verschiedensten Anlässen in den Dienst
der dörflichen Gemeinschaft.
Beim Bundesleistungssingen im
Mai diesen Jahres erreichten die Sänger den Titel eines
Meisterchors, den sie in den nächsten fünf Jahren führen
dürfen. „Eine solche Höchstleistung, und das können nicht
aktive Sänger vielleicht gar nicht richtig einschätzen, geht
deutlich über das normale Maß an Probenarbeit hinaus“,
unterstrich Bürgermeister Dietmar Heß in seiner Festrede,
dass ein solches Ziel nur durch absolute Einigkeit im Verein
angestrebt werden kann.
Und so präsentierten sich die
Mannen um ihren Dirigenten Christof Feldmann dann auch stolz
in einem T-Shirt, auf dessen Rücken in dicken Lettern
„Erster Meisterchor im Frettertal“ prangte. Neben der
Disziplin der Sänger ist sicherlich auch Christof Feldmann
ein wesentlicher Baustein dieses Erfolges. Bereits seit
seinem neunten Lebensjahr hat sich der Gerlinger der
Blasmusik verschrieben, mit 15 Jahren entdeckte er den
Chorgesang für sich und seit zehn Jahren ist Christof
Feldmann erfolgreich als Chorleiter tätig. Nur wer live
erlebt hat, wie engagiert der junge Dirigent vor seinem Chor
agiert, kann nachvollziehen, wie er seine Sänger mitreißt
und förmlich zu Höchstleistungen treibt. |
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