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Im Rahmen der "Lokalzeit"
berichtete der WDR am Samstag live aus dem Finnentroper
Schulzentrum. Thema war der umstrittene Mobilfunkmast, der
dort Anfang Februar aufgestellt worden war. Der rund 25
Meter hohe Turm sorgt seitdem für kontroverse Diskussionen.
Trotz der extrem widrigen Witterungsumstände fanden sich
rund 200 Zuschauer ein, die auch während der Sendung
lautstark ihren Unmut äußerten.Während der drei
Liveschaltungen nach Finnentrop konnte Moderator Dirk Glaser
neben Bürgermeister Dietmar Heß und Thomas Feldmann, als
Sprecher für die besorgten Anwohner, auch Spezialisten vor
Ort begrüßen, die Licht ins Dunkel um die Technik und die
möglichen Gesundheitsgefährdungen bringen sollten. Doch
aufgrund der knappen Sendezeit gelang es den Spezialaisten
Claus Grupen, der als Professor der Physik die technische
Seite beleuchtete, und Martin Adler aus Siegen, der als
Mediziner die gesundheitlichen Gefahren erläuterte, nur
bedingt, die komplexe Thematik zu erklären. |
Thomas Feldmann betonte
nochmals, daß sich die Bürgerinitiative, die in den nächsten
Wochen gegründet werden soll, nicht als Bremse des
technischen Fortschritts sieht: "Wir sind keine
Mobilfunkgegner. Nur die desaströse Informationspolitik der
Gemeinde im Vorfeld und die unsensible Standortauswahl
mitten im Schulzentrum halten wir für empörend".Wie es mit
dem Mast weitergeht, der ab Juni diesen Jahres zunächst nur
mit GSM-Antennen bestückt seinen Dienst aufnehmen soll,
steht noch in den Sternen. Später wollen sowohl Vodafone als
auch T-Mobile die Anlage auch mit UMTS-Elementen nachrüsten.
Obwohl die Deutsche Funkturm GmbH und T-Mobile natürlich auf
Vertragserfüllung beharren, hat die Bürgerinitiative weitere
Protestaktionen angekündigt. Im Rahmen einer
Informationsveranstaltung im Finnentroper Rathaus hatten die
Anwohner und Schulpflegschaften dem Bürgermeister eine
Unterschriftenliste übergeben, die von über 1000 besorgten
Bürgern und Schülern unterzeichnet worden war. |
Doch bis heute hat sich Dietmar
Heß zu diesem Protestschreiben nicht geäußert. "Wir werden
noch in dieser Woche mit einer eigens erstellten Homepage zu
diesem Thema online gehen, auf der die gesamte Thematik
sachlich aufgezeigt werden soll", kündigte Thomas Feldmann
an.
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