Datum: 12.03.2006

Quelle: Kai Hoffmann

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Im Rahmen der "Lokalzeit" berichtete der WDR am Samstag live aus dem Finnentroper Schulzentrum. Thema war der umstrittene Mobilfunkmast, der dort Anfang Februar aufgestellt worden war. Der rund 25 Meter hohe Turm sorgt seitdem für kontroverse Diskussionen. Trotz der extrem widrigen Witterungsumstände fanden sich rund 200 Zuschauer ein, die auch während der Sendung lautstark ihren Unmut äußerten.Während der drei Liveschaltungen nach Finnentrop konnte Moderator Dirk Glaser neben Bürgermeister Dietmar Heß und Thomas Feldmann, als Sprecher für die besorgten Anwohner, auch Spezialisten vor Ort begrüßen, die Licht ins Dunkel um die Technik und die möglichen Gesundheitsgefährdungen bringen sollten. Doch aufgrund der knappen Sendezeit gelang es den Spezialaisten Claus Grupen, der als Professor der Physik die technische Seite beleuchtete, und Martin Adler aus Siegen, der als Mediziner die gesundheitlichen Gefahren erläuterte, nur bedingt, die komplexe Thematik zu erklären.

Thomas Feldmann betonte nochmals, daß sich die Bürgerinitiative, die in den nächsten Wochen gegründet werden soll, nicht als Bremse des technischen Fortschritts sieht: "Wir sind keine Mobilfunkgegner. Nur die desaströse Informationspolitik der Gemeinde im Vorfeld und die unsensible Standortauswahl mitten im Schulzentrum halten wir für empörend".Wie es mit dem Mast weitergeht, der ab Juni diesen Jahres zunächst nur mit GSM-Antennen bestückt seinen Dienst aufnehmen soll, steht noch in den Sternen. Später wollen sowohl Vodafone als auch T-Mobile die Anlage auch mit UMTS-Elementen nachrüsten. Obwohl die Deutsche Funkturm GmbH und T-Mobile natürlich auf Vertragserfüllung beharren, hat die Bürgerinitiative weitere Protestaktionen angekündigt. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Finnentroper Rathaus hatten die
Anwohner und Schulpflegschaften dem Bürgermeister eine Unterschriftenliste übergeben, die von über 1000 besorgten Bürgern und Schülern unterzeichnet worden war.

Doch bis heute hat sich Dietmar Heß zu diesem Protestschreiben nicht geäußert. "Wir werden noch in dieser Woche mit einer eigens erstellten Homepage zu diesem Thema online gehen, auf der die gesamte Thematik sachlich aufgezeigt werden soll", kündigte Thomas Feldmann an.

 


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