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Finnentrop. (ff) Die Lennejunker feiern am kommenden Freitag ihre erste Euro-Höllennacht. Aber das ist den Junkern herzlich schnuppe, ist die offizielle Währung an diesem Abend doch ohnehin wieder der Höllentaler. Manche Leute haben gar nicht soviel Geschirr im Haus, wie sie am kommenden Freitag am liebsten zertrümmern würden - Scherben sollen ja Glück bringen. Wieder andere wagen sich gar nicht erst aus dem Haus, um nicht schon vor der eigenen Haustür auf einer Bananenschale auszurutschen.
Schwarze Katzen von links, schwarzen Kaminkehrer anfassen - Aberglaube hin, Glücksbringer her. Wenn Abergläubische am Freitag dem 13ten kaum aus der Wohnung zu locken sind, um keinem Mißgeschick in die Arme zu laufen, dann ist es wieder an der Zeit für eine Höllennacht, übrigens nicht die einzige in diesem Jahr. Die zum Fetenklassiker avancierte Höllentour lädt im Dezember nochmals in die Festhalle. Die Lennejunker aus Finnentrop gehen am kommenden Unglücks-Freitag mit ihrer Höllennacht in der bereits 14. Auflage wieder voll in die Offensive und trotzen allen düsteren Schauermärchen.
Geboren wurde die Idee zur Megafete natürlich an einem trostlosen Freitag. Was lag da näher, als am angeblichen Unglückstag mit anderen Unerschrockenen gemeinsam in der Hölle zu schmoren. Gesagt, getan - Seit 1993 stellen die Schurken, die dem Teufel angeblich beim Flug über das Lennetal aus dem Sack gefallen sein sollen, die Frage: „Haben Sie Angst vor Freitag den 13. ?“ und laden in die Katakomben unter der Finnentroper Festhalle ein.
Bei flotten Rhythmen und schauriger Dekoration werden wieder viele Mutige den Abstieg in die „Hölle“ und damit den wüsten Ritt um den Blocksberg wagen. Der urgemütliche Raum im Keller der Festhalle mit der rund 18 Meter langen Theke wird wieder mal aus seinem Dornröschenschlaf gerissen. Musikalisch sorgt DJ Ralf Mennekes für den derben Hexentanz. Da sich die Lennejunker unter dem Motto „back to the roots“ auf ihre Anfänge besinnen, werden sie an diesem Abend die Hölle zur Hip-Hop und Techno-freien Zone erklären. DJ Ralf hat für den Höllentrip auch eigens den Schlager aus seinem Repertoire gestrichen. Mit Satansbraten und Teufelshörnern ist auch auf der Speisekarte alles auf den düsteren Abend abgestimmt. Die Bierkrüge der vergangenen Partys behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit. Also, Krüge rauskramen und mitgbringen. Unter www.lennejunker.notrix.de gibt es im Internet weitere Infos. Einlaß ab 18 Jahre, Eintritt frei.
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Text und Bilder von Kai Hoffmann