Datum: 19.02.2006

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) Lange waren sie in der Versenkung verschwunden, jetzt sind die Fahnen des ehemaligen Kriegervereins „Einigkeit“ Finnentrop wieder aufgetaucht. Schützenchef Stefan Wintersohle ist stolz, die alten Banner des Kriegervereins, der als Vorgänger des Bürgerschützenvereins gilt, wieder in den Reihen der Schützen zu wissen. Nachdem bereits zwei alte Sparbücher der Veteranenvereinigung auf dubiosen Wegen wieder aufgetaucht waren, konnten jetzt die rund 100 Jahre alten Fahnen einem Sammler in Serkenrode abgekauft werden.

Aufgrund der Begehrtheit bei anderen Sammlern, mussten die Schützenbrüder für die beiden Flaggen rund 1.500 Euro auf den Tisch legen. Da die Kontobevollmächtigten der alten Sparbücher inzwischen alle verstorben waren, konnte der Bürgerschützenverein jetzt über die rund 750 Euro Sparvermögen verfügen, doch wie die Restsumme aufbringen ?

Hier sprangen Thomas Feldmann, Josef „Tinto“ Reuter und ihr Team von der Chronik-Redaktion ein. Da die Macher der Finnentroper Chronik noch über einen Obolus aus dem Buchverkauf verfügen konnten, sahen sie das Geld mit dieser Investition bestens angelegt. Die Schützen zeigten sich dankbar, damit wieder ein wichtiges Stück Finnentroper Geschichte in den Händen zu haben.

Bereits seit einigen Jahren horten die Bürgerschützen einen weiteren Schatz in der Festhalle. Obwohl der „Finnentrop-Habbecker Kriegerverein“ bereits im Juli 1873 ein Kriegerfest veranstaltete, datiert die Neubildung der „Einigkeit“ auf den 19. Juni 1892. An diese Gründung erinnert ein Tisch mit der Inschrift „Mit Gott für König und Vaterland.

Zur Erinnerung an die Gründung des Krieger-Vereins Einigkeit zu Finnentrop 1892. Freiherr von Bodelschwingh-Plettenberg“.

Die erste Korporalschaft um Korporalschaftsführer Bernhard Sieler will nun das wertvolle Erinnerungsstück mit den Namen der Vereinsgründer an exponierter Stelle im Eingangsbereich der Festhalle aufhängen und so jedem Festbesucher jederzeit die Betrachtung ermöglichen.


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