Leserbrief von Christian Vollmert
(Leserbriefe sind freie Meinungsäußerungen die aber nicht unbedingt die Meinung der Redaktion vertreten.)
Arroganz der Macht oder „mit dem Latein am Ende“ ?
Die Anwohnerversammlung der Kirchstrassenanlieger hat es an den Tag gebracht:
Die Gemeindeverwaltung stellt die Anwohner vor vollendete Tatsachen!
Die Kirchstrasse trägt den aufgezwungenen Status „Anliegerstrasse“ und wird
somit für die Anlieger zur teuersten Lösung.
Entgegen den berechtigten Einwänden der zahlreich versammelten Bürger ließen
sich die Vertreter von Politik und Verwaltung nicht von einer mit Sicherheit
gerechtfertigten
Einstufung als Haupterschließungsstrasse überzeugen. Vielmehr waren die
gewählten Volksvertreter offensichtlich zum gänzlichen Stillschweigen verdonnert
und überließen dem Bürgermeister die fragwürdige Argumentation.
Festhalle, Kirche und zahlreiche andere verkehrsintensive Einrichtungen,
darunter mehrere
Gewerbebetriebe und die Mitarbeiterparkplätze der Fa. Metten, belasten die
Kirchstrasse und ihre Anwohner nicht unerheblich. Zusätzlich wird die 1,1 km
lange Strecke als Umgehung für die häufig verstopfte B 236 in der Finnentroper
Tallage mißbraucht.
Die Sanierung der Kirchstrasse ist sicherlich unstrittig und wird überwiegend
befürwortet.
Jedoch sollte bei der Festlegung der Anliegerbeiträge bedacht werden, daß die
Strasse nicht nur zur Erschließung der anliegenden Grundstücke genutzt wird.
Sind die Anwohner letztendlich dem Ratschluß der Kommune ausgeliefert oder
fühlen sich die Ratsvertreter den Bürgern gegenüber zum Handeln verpflichtet ?
Christian Vollmert
vollmert@finnentrop.com