Kirchstraßen-Ausschuss sagt Gespräch mit Bürgermeister ab
Finnentrop. (hh) Das Tischtuch mit der Gemeinde Finnentrop scheint zerschnitten,
der vierköpfige Ausschuss der Kirchstraßen-Anlieger hat sich aufgelöst. Am
Freitag sagten die Vertreter der Straße ein geplantes Gespräch mit Bürgermeister
Heß, bei dem es noch einmal um die Höhe der Beiträge gehen sollte, die die
Anlieger für die anstehende Sanierung der Kirchstraße zahlen müssen, kurzfristig
ab. Es mache keinen Sinn, mit Heß zu diskutieren, so Christian Vollmert: "Mit
Herrn Heß kann man nichts erreichen. Wenn der etwas nicht will, wird es nicht
gemacht. So läuft das in unserer Gemeinde." Es gebe in Finnentrop nur eine ganz
schwache Ortsunion, fuhr Vollmert fort:
"Würde die Kirchstraße in Fretter liegen, hätten wir mit Sicherheit mehr
erreicht."
Wie es in der Kirchstraße nun weiter geht, weiß niemand zu sagen. Den
Anwohner-Ausschuss, in dem neben Vollmert und Bernemann noch Stefan
Wintersohle und Peter Thiele vertreten waren, gibt es jedenfalls nicht mehr.
Ohnehin habe man keine gemeinsame Strategie gehabt, so Bernemann: "Ich habe mich
dafür eingesetzt, dass wir im Kommunalwahlkampf für die UWG werben, die die
Forderung der Anlieger ja unterstützt. Aber Herr Wintersohle hat das abgelehnt."
Bürgermeister Heß betonte noch einmal, dass für ihn keinerlei Eile bestehe, was
die Kostenfrage angehe. Es sei finanzpolitisch unseriös, schon jetzt
verbindliche Zahlen zu nennen. Das könne erst geschehen, wenn die Sanierung der
Kirchstraße abgeschlossen sei.
Westfalenpost 13.09.2004
Text: Hubertus Heuel (hh)
Fotos: Kai Hoffmann (ff)
Fotos: Bereits bei der Anwohnerversammlung am 12. Juli wurde deutlich, das Clemens Bernemann und Stefan Wintersohle verschiedene Auffassungen vertraten, was die weiteren Verhandlungen mit der Gemeinde anging. Christian Vollmert resümierte nach dem Ende der Anwohner-Vertretung: "Ich bekam zum Schluß die Enden einfach nicht mehr zusammen".