Finnentrop. (hh) Die Vorbereitungen zur Sanierung der Kirchstraße sind abeschlossen, das ehrgeizige Projekt mit einem Gesamtvolumen von 800 000 Euro soll bereits nach dem Finnentroper Schützenfest im Juli in Angriff genommen werden.

Bei günstigem Verlauf, so Gregor Humpert, technischer Leiter der Gemeindwerke, könnte der erste Bauabschnitt von der Gärtnerei Schäfers bis zur Falbecke Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im nächsten Jahr soll dann der zweite Teil der 1,1 Kilometer langen Straße erneuert werden. Humpert stellte die Bauplanung am Dienstagabend den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses vor.

Mehrere Anwohner der Kirchstraße waren ebenfalls gekommen, um sich über das Vorhaben zu informieren.

Die Gemeindeverwaltung will aber ohnehin mit allen Anwohnern noch Einzelgespräche führen, um individuellen Wünschen gerecht werden zu können.Die geringe Breite der Straße lässt allerdings nicht viel Spielraum. Auf jeden Fall soll parallel zur Straße ein durchgängiger, geplasterter Gehweg angelegt werden. Die Versorgungsleitungen (Strom, Wasser, Telefon etc.) sollen unterhalb des Gehweges verlegt werden, damit nicht - wie in der Vergangenheit - bei jeder Reparatur die Fahrbahndecke aufgerissen werden muss. "Die zahlreichen Queraufbrüche sind der Hauptgrund für die Schäden an der Straße", sagte Humpert.Parknischen sollen nicht ausgezeichnet werden. Die Anwohner seien froh, wenn sie für sich selbst oder Besucher genügend Parkplätze fänden, meinte Bürgermeister Heß.

Ob die bestehenden Straßenlampen bleiben oder neue, teurere aufgestellt werden, soll in Gesprächen mit den Anwohnern ausgelotet werden, die sich gemäß kommunalem Abgabengesetz (Straßenbaubeiträge) an solchen Investitionen beteiligen müssen.

Die Anlieger müssen einen erheblichen Anteil der Kosten für Fahrbahn, Gehweg und Straßenbeleuchtung tragen - der Betrag, den jeder einzelne zu entrichten hat, variiert je nach Grundstücksgröße, Gebäudenutzung und anderer Faktoren. Die Verwaltung will Ende März in der Festhalle eine Anwohnerversammlung anberaumen. Wie mit dem Bürgerschützenverein verfahren wird, in dessen Besitz sich die Festhalle und das dazu gehörende Gelände befinden, steht noch nicht fest.

 

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Patchworkstraße - die Flickschusterei soll jetzt endlich ein Ende haben.

Aufgrund des verwendeten Fahrbahnaufbaus ist nach Angaben der Gemeinde ein Abfräsen der Teerdecke mit anschließendem neuen Asphaltauftrag nicht möglich.

Also wird die Kirchstraße seit Jahren in jedem Frühjahr, wenn der Schneepflug das Übrige zur restlosen Zerstörung der ohnehin schon sanierungsbedürftigen Fahrbahndecke beigetragen hat, mit notdürftigen Reparaturen zusammengehalten. - ff -

Text: Hubertus Heuel - hh - Westfalenpost

Bilder: Kai Hoffmann