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Finnentrop. (ff) Die
Detailplanungen zum sogenannten Public Viewing auf einer
Großbildleinwand in der Festhalle nehmen jetzt konkrete
Formen an. Insgesamt zehn Vereinsvorstände trafen sich in
dieser Woche im Gasthof Otto Luke, um das weitere Vorgehen
zu besprechen. Unter der Federführung des
Bürgerschützenvereins als größtem Verein im Ort und Eigner
der Festhalle, haben alle anwesenden Vereine Bereitschaft
signalisiert, sich an den geplanten WM-Partys zu beteiligen.
„Es kann nur gemeinsam
funktionieren. Ein Verein allein kann dieses Mammutvorhaben
nicht bewältigen“, rief Schützenchef Stefan Wintersohle zu
einer Kooperation aller Gruppierungen auf. Wilfried
Beckmann, Sitzungpräsident beim Festkomitee Finnentroper
Karneval, gab allerdings zu bedenken, daß sich viele
ehrenamtliche Helfer gleich in mehreren Vereinen engagieren
und man so nicht über eine nur auf dem Papier endlos
scheinende Personaldecke verfügen kann.
Ob das Finnentroper Kino, die
Schützenhof-Lichtspiele, rechtzeitig zur Fußball-WM seine
Pforten wieder öffnen kann, ist noch nicht sicher. Am
Dienstag wurde im Rat der Gemeinde Finnentrop beschlossen,
daß Kino, da sich im Besitz des Bürgerschützenvereins
befindet, zu einem mulitimedialen Kino- und Kulturhaus
umzubauen. Mit einem Bauvolumen von 130.000 Euro soll unter
anderem die Sitzplatzanzahl auf 162 Sitze reduziert und die
Bestuhlung erneuert werden. |
Die Filmförderanstalt des
Landes, die Sparkassen-Stiftung, die Gemeinde Finnentrop,
die Kulturgemeinde und nicht zuletzt der Schützenverein
haben starkes Interesse daran, das Kino mit dem
Nierentisch-Ambiente vor der Abrissbirne, die ihm sicherlich
bei weiterer Nichtnutzung gedroht hätte, zu bewahren.
„Es wäre schön, wenn wir einige
Spiel-Übertragungen, vor allem während unseres
Schützenfestes, ins Kino verlegen könnten. Doch dazu kann
man momentan noch keine Aussage machen“, mußte Stefan
Wintersohle bei der Frage zur geplanten Fertigstellung
leider passen. Ingesamt sollen voraussichtlich 24
Vorrunden-Spiele und die Finalrunde auf Großbildleinwand
gezeigt werden. Auch der neue Betreiber des Finnentroper
Kino- und Kulturhauses, Klaus Fiukowski aus Hagen, ist in
die Planungen mit eingebunden und stellt einen Teil des
technischen Equipments.
Ein
attraktives Rahmenprogramm soll die Zuschauer in die
Festhalle locken. „Das gemeinsame Fußballerlebnis vor großer
Kulisse ist doch wesentlich reizvoller, als zuhause im
Wohnzimmer vor dem Fernseher zu hocken“, freut sich Stefan
Wintersohle schon auf die zur WM-Arena umfunktionierte gute
Stube des Schützenvereins. Die nächste Sitzung der
Organisatoren zum aktuellen Planungsstand findet am 16.
Januar um 20 Uhr im Gasthof Otto Luke statt. |

Kino Grundriss nach dem
geplanten Umbau |