Datum: 15.12.2005

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) Die Detailplanungen zum sogenannten Public Viewing auf einer Großbildleinwand in der Festhalle nehmen jetzt konkrete Formen an. Insgesamt zehn Vereinsvorstände trafen sich in dieser Woche im Gasthof Otto Luke, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Unter der Federführung des Bürgerschützenvereins als größtem Verein im Ort und Eigner der Festhalle, haben alle anwesenden Vereine Bereitschaft signalisiert, sich an den geplanten WM-Partys zu beteiligen.

„Es kann nur gemeinsam funktionieren. Ein Verein allein kann dieses Mammutvorhaben nicht bewältigen“, rief Schützenchef Stefan Wintersohle zu einer Kooperation aller Gruppierungen auf. Wilfried Beckmann, Sitzungpräsident beim Festkomitee Finnentroper Karneval, gab allerdings zu bedenken, daß sich viele ehrenamtliche Helfer gleich in mehreren Vereinen engagieren und man so nicht über eine nur auf dem Papier endlos scheinende Personaldecke verfügen kann.

Ob das Finnentroper Kino, die Schützenhof-Lichtspiele, rechtzeitig zur Fußball-WM seine Pforten wieder öffnen kann, ist noch nicht sicher. Am Dienstag wurde im Rat der Gemeinde Finnentrop beschlossen, daß Kino, da sich im Besitz des Bürgerschützenvereins befindet, zu einem mulitimedialen Kino- und Kulturhaus umzubauen. Mit einem Bauvolumen von 130.000 Euro soll unter anderem die Sitzplatzanzahl auf 162 Sitze reduziert und die Bestuhlung erneuert werden.

 Die Filmförderanstalt des Landes, die Sparkassen-Stiftung, die Gemeinde Finnentrop, die Kulturgemeinde und nicht zuletzt der Schützenverein haben starkes Interesse daran, das Kino mit dem Nierentisch-Ambiente vor der Abrissbirne, die ihm sicherlich bei weiterer Nichtnutzung gedroht hätte, zu bewahren.

„Es wäre schön, wenn wir einige Spiel-Übertragungen, vor allem während unseres Schützenfestes, ins Kino verlegen könnten. Doch dazu kann man momentan noch keine Aussage machen“, mußte Stefan Wintersohle bei der Frage zur geplanten Fertigstellung leider passen. Ingesamt sollen voraussichtlich 24 Vorrunden-Spiele und die Finalrunde auf Großbildleinwand gezeigt werden. Auch der neue Betreiber des Finnentroper Kino- und Kulturhauses, Klaus Fiukowski aus Hagen, ist in die Planungen mit eingebunden und stellt einen Teil des technischen Equipments.

Ein attraktives Rahmenprogramm soll die Zuschauer in die Festhalle locken. „Das gemeinsame Fußballerlebnis vor großer Kulisse ist doch wesentlich reizvoller, als zuhause im Wohnzimmer vor dem Fernseher zu hocken“, freut sich Stefan Wintersohle schon auf die zur WM-Arena umfunktionierte gute Stube des Schützenvereins. Die nächste Sitzung der Organisatoren zum aktuellen Planungsstand findet am 16. Januar um 20 Uhr im Gasthof Otto Luke statt.

Kino Grundriss nach dem geplanten Umbau


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