Alles dreht sich rund um die tolle Knolle

Spielmannszug feiert nach altem Brauch in Lagerfeueratmosphäre

 

Finnentrop. Unter dem Motto „Kartoffelfeuer“ lädt der Spielmannszug des Bürgerschützenvereins Finnentrop am Samstag, dem 14.September 2002 ab 16.30 Uhr auf den Osterfeuerplatz ein.

 

Dort möchten die Musiker eine alte Tradition neu aufleben lassen und zeigen, dass man Kartoffeln auf dem Grill, in der Friteuse, in der Pfanne und im Feuer ganz vielfältig zubereiten kann.
Seit vielen Jahrhunderten und bis vor wenigen Jahrzehnten wurde die herbstliche Kartoffelernte auf dem Acker durch mühsame Handarbeit verrichtet. Die Erdäpfel wurden aus dem Boden geholt, das Kartoffelkraut entfernt, nach der Ernte auf einem Haufen verbrannt und als die lodernden Flammen in sich zusammen fielen, dann legte man die frischen Kartoffeln in die Glut dieses Kartoffelfeuers und garte sie darin.

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Ohne Aufsehen zu erregen, hat die Kartoffel Karriere gemacht. Füllte sie einst als Pellkartoffel, Salzkartoffel oder Kartoffelsuppe den Bauch von hungrigen Kindern, Frauen und Männern, durch läuft sie heute hochtechnologische Prozesse bevor sie auf dem Tisch landet. Als Flockenpüree, Knödelkrümel oder eingeschweißte, halbgegarte Dampfkartoffel wartet sie in den Lebensmittelregalen darauf gekauft zu werden. Im Tiefkühlregal bietet sie sich an als Pommes frites, Krokette oder Rösti. Besondere Beliebtheit erlangte sie feurig als Chips und Sticks. Eine irrige Meinung ist, dass Kartoffeln typisch deutsch sind. Man denke beispielsweise an Schweizer Rösti, Gnocchi, die kleinen Kartoffelnudeln aus Italien oder spanische Tortilla.
Die spezielle, uralte Art der Zubereitung im Feuer ist leider immer mehr in Vergessenheit geraten. Daher möchte der Spielmannszug in Anlehnung an diese ursprünglichste aller kulinarischen Genüsse das Kartoffelfeuer veranstalten.
An einem großen Feuer kann jeder in fröhlicher Runde gemütlich sitzen, Geschichten erzählen und sich am Abend wärmen und die Freude am Drumherum genießen.
Für die Kinder hat man sich zwei Rätsel für die verschiedenen Altersstufen rund um die Kartoffel ausgedacht, bei dem es auch kleine Preise zu gewinnen gibt. Außerdem gibt es für alle hier auch die Möglichkeit den Verein kennen zu lernen, um vielleicht dort auch mal musikalisch aktiv zu werden. Interessierte Mädchen und Jungen sollten mindestens 10 Jahre alt sein. Nach oben ist dem Alter übrigens keine Begrenzung gesetzt.
Aber auch für das leibliche Wohl möchten die Musiker sorgen, und bieten gekühlte Getränke und Gaumenfreuden wie Reibekuchen, Folienkartoffeln mit leckeren Dips, Stockbrot, Bratwürstchen und Pommes frites zu angemessenen Preisen. Der Spielmannszug hofft für seine Veranstaltung auf gute Witterung. Bei Regen wird die Veranstaltung nicht stattfinden.

Text  von Anja Schäfers

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