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Finnentrop. (ff) Das
Narrenschiff bekam kräftig Schlagseite, als die Finnentroper
Narren am Samstag zu schunkeln begannen. Über 700 Jecke
erlebten unter dem Motto „Bei 1001 Nacht wird gefeiert und
gelacht“ ein spritziges Programm des Festkomitees
Finnentroper Karneval. Tosender Applaus, als Obersultan
Wilfried „Flied“ Beckmann Vorjahresprinz Christian I. „Prinz
von Neubrücke“ verabschiedete. Knisternde Spannung, als dann
der neue Prinz durch das rote Fragezeichen trat und unter
den Klängen der „Alten Garde“ des Fanfarenzuges in die Halle
einmarschierte.
Donnernder Applaus für Prinz
Jürgen I. Figaszewski, der die Narren in der aktuellen
Session regiert. Das Leben des 57-jährigen
Energieanlagen-elektonikers ist von der Musik geprägt. So
war er 1964 Gründungsmitglied der Beatgruppe „The
Firebirds“, spielte im „Original Sauerland Trio“, gründete
1986 die Showformation „Sound Transfer“ und ist seit 2004
als Bassist und Sänger in der „Südwestfalen Big-Band“ aktiv.
Und so fasste er seine Antrittsrede auch gleich in einen
musikalischen Rahmen und sang sich in die Herzen der
Finnentroper Karnevalisten.Danach bestieg Reinhold Beckmann
nach jahrelanger Abstinenz die Bütt und lieferte gleich ein
wahres Spitzenprogramm ab. |
Der rüstige Rentner, der als
Sitzungspräsident des Batavia-Clubs reichlich Erfahrung auf
der Karnevalsbühne sammeln konnte, plauderte munter aus dem
Nähkästchen. Die Schilderung seines Lebens im Altenheim
„Haus Gnadenbrot“, einer karitativen Vollzugsanstalt, riss
die Zuhörer von den Sitzen. Der Routinier trat den Beweis
an, dass die Senioren im Karneval noch lange nicht zum alten
Eisen gehören und manchem jungen Hüpfer noch was vormachen
können. Natürlich wurde in seinem Vortrag auch die aktuelle
Kommunalpolitik aufs Korn genommen. So gab er Bürgermeister
Heß den Tipp, den umstrittenen Mobilfunkspargel „Dietmar 1“
doch einfach im „Freigehege“ des Seniorenhauses
aufzustellen: „Wir haben doch eh nicht mehr so lange zu
leben“.Völlig überflüssig war dagegen der Auftritt von Paco.
„Von wem ?“, fragten sich die Gäste im Saal. Der Spanier war
als Containerbewohner in der fünften Staffel von Big Brother
im TV zu sehen. Schade, dass die Finnentroper Narren einem
solch untalentierten Exhibitionisten auch noch eine
Plattform für seine flachen Späße boten. Ansonsten war das
Programm der örtlichen Vereine wieder sehr
abwechslungsreich. |
Neben den Stimmungsmachern Siggi
& Flori und den Maiböcken, die das Dorfgeschehen
durchleuchteten, waren auch die Garden aus Windhausen,
Dünschede, Lenhausen und Bamenohl vertreten. Riesigen
Beifall erntete wieder die schmucke Lennegarde, die neben
dem aktuellen Gardetanz auch das neue Showtanzprogramm auf
die närrischen Bretter zauberte. Wenn man sich die
Lokalmatadore von Springmaus-, Schützen- und Jugendgarde
anschaut, müssen sich die Finnentroper Karnevalisten keine
Gedanken über mangelnden Nachwuchs machen.

Der neue Prinz
Jürgen I. Figaszewski (rechts) bei der Proklamation durch
Sitzungspräsident Wilfried „Flied“ Beckmann (Mitte). Links
der Vorjahresprinz Christian I. „Prinz von Neubrücke“.

Die
Lennegarde bei ihrem Showtanzprogramm. Die schmucken
Lokalmatadore räumten wieder mächtig ab |