Karneval 2003
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Finnentrop. (ff) Begleitet von den Klängen der Alten Garde des ehemaligen Fanfarenzuges zog am Samstag seine Tollität Prinz Ulrich I. alias Uli Bücker in die vollbesetzte Festhalle ein. Mit einem tosenden Beifall begrüßten die versammelten Narren dann auch sein Gefolge: Ihre Lieblichkeit Jungfrau Michaela I. und seine Deftigkeit Bauer Eppi I. alias Stephan Hahlbrauck. Unter der blonden Perücke der holden Maid verbarg sich Michael Bienert vom Elferrat. Neben seiner Mitgliedschaft bei den Maiböcken ist der 38-jährige Post-Beschäftigte in seiner Freizeit als Masseur beim FC Finnentrop aktiv. Stephan Hahlbrauck ist den meisten Finnentropern seit seinem Königstreffer beim Schützenfest 1998 besser als „Happy-Eppi“ bekannt. Der 32-jährige Maschinenbediener ist in der örtlichen Feuerwehr aktiv, engagiert sich in der Alten Garde und bei den Lennejunkern.
Aus Anlaß des einzig wahren Jubiläums der Narretei, der 11. Sitzung des aktuellen Elferrates, hatte das Festkomitee Finnentroper Karneval beschlossen, ein Dreigestirn zu küren. „Das soll eine einmalige und einzigartige Aktion bleiben“, unterstrich Sitzungspräsident Wilfried „Flied“ Beckmann die Exklusivität der diesjährigen Proklamation. Für den 45-jährigen Uli Bücker, im Zivilberuf als leitender Angestellter bei der Firma Esso-Brachthäuser tätig, ging damit ein Herzenswunsch in Erfüllung. Ulrich Bücker war bei der Übernahme des Sitzungskarnevals vom Batavia-Club durch den heutigen Elferat als erster Sitzungspräsident tätig. Aufgrund seines Arbeitgebers wird der neue Narrenregent wohl als „Ölprinz“ in die Vereinsgeschichte eingehen.
Angeführt von Zeremonienmeister Karsten Müller feuerten die Aktiven der örtlichen Vereine im Anschluß unter dem Motto „... im 11. Jahr des FFK“ auf der Bühne, die sich im Outfit einer Ritterburg präsentierte, ein wahres Feuerwerk der guten Laune ab. Die Büttenredner Reiner „Amtmann“ Rüschenberg und der Debütant Ulrich Gunkel sorgten ebenso für strapazierte Lachmuskeln wie die Appenzeller, die Maiböcke oder die Trompetenkäfer. Das in Finnentrop für närrischen Nachwuchs bestens gesorgt ist, zeigten die Jungs und Mädels der Springmaus-, der Schützen- und der Jugendgarde. Aber auch die Kinderprinzengarde aus dem benachbarten Rönkhausen, die sich bereits ihren Stammplatz in der Programmfolge erarbeitet hat, räumte wieder mächtig ab. Natürlich durften auch die feschen Mädels der Lennegarde vor heimischer Kulisse nicht fehlen und zeigten ihr aktuelles Garde- und Showtanzprogramm. Gäste aus Grevenbrück, Dünschede, Bamenohl und das Männerballett Ihnetal rundeten das prallgefüllte Jubiläumsprogramm ab. Schlag auf Schlag ging es auch am gestrigen Sonntag beim Kinder- und Jugendkarneval weiter. Jugendelferrats-Präsident Alexander Sieler konnte in der ausverkauften Festhalle auch die Kids der örtlichen Kindergärten auf der Bühne begrüßen. Trotz aller Fröhlichkeit gab es am Rande doch einen mißglückten Abgang zu notieren, als die Gäste aus dem rheinischen Meckenheim vor ihrem Auftritt kurzerhand wieder die Heimreise antraten, sollten sie doch am Eingang Eintrittsgeld bezahlen. Die Prinzengarde, zu der eine jahrelange Freundschaft besteht, war eigens in zwei Bussen angereist und unverrichteter Dinge wieder abgerückt.
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