Datum: 11.11.2005

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) Obwohl die Mitglieder- und Zuschauerzahlen in der vergangenen Spielzeit geringfügig gesunken sind, konnte die Kulturgemeinde Finnentrop e.V. bei ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch im Ratssaal eine positive Bilanz ziehen. Mit gezielter Werbung und einem interessanten, breitgefächerten Spielplan will man dieser Entwicklung entgegenwirken. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden die erste Vorsitzende Katharina Sieler, der zweite Vorsitzende Josef Wurm und der neue Geschäftsführer und Kassenwart Ludwig Rasche einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Bürgermeister Dietmar Heß nutzte die Gelegenheit den neuen Fachbereichsleiter für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Tourismus, Kultur, Ordnung und Soziales vorzustellen und ihm bei seiner zukünftigen Aufgabe viel Erfolg zu wünschen. Der 40-jährige Rasche ist seit 1989 bei der Gemeinde Finnentrop beschäftigt. Im Anschluß an die Versammlung hatte die Kulturgemeinde für ihre Mitglieder als kleines Dankeschön für ihre Treue ein besonderes Schmankerl parat.

 Kathrin Heinrichs aus Menden präsentierte auf der Bühne im Ratssaal ihr aktuelles Kabarettprogramm „Kathrin Heinrichs ist 100 Prozent Helga“. Hinter Helga verbirgt sich die geplagte Lehrerehefrau Helga Hammer-Gescheidt, die als Vorsitzende der ersten Selbsthilfegruppe für Lehrerfrauen in Deutschland nur zu gut weiß, wovon sie spricht.Ihr Bernhard, ein Gymnasiallehrer und bekennender Vielsitzer, treibt die redselige Helga nicht selten an den Rand der Verzweiflung. Ob im Urlaub, beim Einkaufen oder bei der Verlegung eines Stromkabels – Lehrer wissen nunmal alles besser. „Wenn sie in Frankreich mal jemanden beobachten, der auf der Autobahn versucht, mit einem Mautautomaten einen Rabatt auszuhandeln, handelt es sich zu 90 Prozent um einen deutschen Lehrer“, berichtete die ausgewiesene Expertin über ihren letzten gemeinsamen Urlaub und ergänzte: „Und bei den anderen zehn Prozent handelt es sich um pensionierte, deutsche Lehrer“.

Unter dem Beifall der über 100 Zuschauer bot die Kabarettistin und Buchautorin herzerfrischende Anekdoten aus dem täglichen Trott mit ihrem klopsigen Ehemann Bernhard und Busenfreundin Renate. Sie stellte sich furchtlos den drängenden Fragen, was Männer mit einem Dreierpack Socken gemein haben und warum Frauen nie Leertouren haben ? Fragen, die der geschwätzigen Lehrergattin schon lange unter den Nägeln brennen. Urkomisch, ironisch, eine ordentliche Prise Boshaftigkeit und natürlich auch der Blick in den eigenen Spiegel oder besser die Wiederspiegelung der eigenen, nicht aufzuhaltenden Alterung in der verchromten Kaffee-Isolierkanne. Und nicht vergessen: Helga könnte gleich nebenan wohnen.


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