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Finnentrop. (ff) Obwohl die
Mitglieder- und Zuschauerzahlen in der vergangenen Spielzeit
geringfügig gesunken sind, konnte die Kulturgemeinde
Finnentrop e.V. bei ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch
im Ratssaal eine positive Bilanz ziehen. Mit gezielter
Werbung und einem interessanten, breitgefächerten Spielplan
will man dieser Entwicklung entgegenwirken. Bei den
anstehenden Vorstandswahlen wurden die erste Vorsitzende
Katharina Sieler, der zweite Vorsitzende Josef Wurm und der
neue Geschäftsführer und Kassenwart Ludwig Rasche einstimmig
in ihren Ämtern bestätigt. Bürgermeister Dietmar Heß nutzte
die Gelegenheit den neuen Fachbereichsleiter für die
Bereiche Wirtschaftsförderung, Tourismus, Kultur, Ordnung
und Soziales vorzustellen und ihm bei seiner zukünftigen
Aufgabe viel Erfolg zu wünschen. Der 40-jährige Rasche ist
seit 1989 bei der Gemeinde Finnentrop beschäftigt. Im Anschluß
an die Versammlung hatte die Kulturgemeinde für ihre
Mitglieder als kleines Dankeschön für ihre Treue ein
besonderes Schmankerl parat. |
Kathrin Heinrichs aus Menden präsentierte auf der Bühne im
Ratssaal ihr aktuelles Kabarettprogramm „Kathrin Heinrichs
ist 100 Prozent Helga“. Hinter
Helga verbirgt sich die geplagte Lehrerehefrau Helga
Hammer-Gescheidt, die als Vorsitzende der ersten Selbsthilfegruppe für
Lehrerfrauen in Deutschland nur zu gut weiß, wovon sie
spricht.Ihr Bernhard, ein
Gymnasiallehrer und bekennender Vielsitzer, treibt die
redselige Helga nicht selten an den Rand der Verzweiflung.
Ob im Urlaub, beim Einkaufen oder bei der Verlegung eines
Stromkabels – Lehrer wissen nunmal alles besser. „Wenn sie
in Frankreich mal jemanden beobachten, der auf der Autobahn
versucht, mit einem Mautautomaten einen Rabatt auszuhandeln,
handelt es sich zu 90 Prozent um einen deutschen Lehrer“,
berichtete die ausgewiesene Expertin über ihren letzten
gemeinsamen Urlaub und ergänzte: „Und bei den anderen zehn
Prozent handelt es sich um pensionierte, deutsche Lehrer“. |
Unter dem Beifall
der über 100 Zuschauer bot die Kabarettistin und
Buchautorin herzerfrischende Anekdoten aus dem
täglichen Trott mit ihrem klopsigen Ehemann Bernhard
und Busenfreundin Renate. Sie stellte sich furchtlos den
drängenden Fragen, was Männer mit einem Dreierpack Socken
gemein haben und warum Frauen nie Leertouren haben ? Fragen,
die der geschwätzigen Lehrergattin schon lange unter den
Nägeln brennen. Urkomisch, ironisch, eine ordentliche Prise
Boshaftigkeit und natürlich auch der Blick in den eigenen
Spiegel oder besser die Wiederspiegelung der eigenen, nicht
aufzuhaltenden Alterung in der verchromten
Kaffee-Isolierkanne. Und nicht vergessen: Helga könnte
gleich nebenan wohnen.
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