Datum: 12.02.2006

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) Über 90 Bürgerschützen fanden sich am Samstag zu ihrer Jahreshauptversammlung im Mittelsaal der Festhalle ein. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Stefan Wintersohle verlasen die Schriftführer Wilfried König und Gerd Baier das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung und den Jahresbericht 2005.

Nach dem Kassenbericht, vorgetragen durch Kassierer Wolfgang Wiethoff, stellte Rechnungsprüfer Bernhard Lubeley die für viele Anwesende durchaus nachvollziehbare Frage nach der Notwendigkeit der neuen Schrankenanlage, die seit einigen Monaten nur noch Berechtigten die Zufahrt zum Schützenplatz freigibt. Die Installation der Schranke hat bei vielen Bürgerschützen Kopfschütteln ausgelöst, schließlich hat sich der Verein diesen „Spaß“ stolze 5.600 Euro kosten lassen. Nach kurzer Diskussion scherzte Lubeley in Anspielung auf die Beseitigung der Glück-auf-Schranke: „Dann muss Finnentrop auch in Zukunft nicht ohne Schranke auskommen“.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Stefan Wintersohle als erster Vorsitzender bei zwei Enthaltungen wiedergewählt, Beisitzer Hermann Schäfers und Kassierer Wolfgang Wiethoff erhielten das einstimmige Votum der Versammlung. Für den im Jahre 2005 verstorbenen Beisitzer Wilfried van Lier wurde Sebastian Krause zu seinem Nachfolger gewählt. Der 28-jährige Industriemeister ist bei den Scheebombern in der dritten Korporalschaft aktiv.Christian Bloß stand als Jungschützenvertreter für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung. In Ermangelung eines neuen Bewerbers wurde der Tagesordnungspunkt auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Bei einer Versammlung aller Jungschützen sollen Möglichkeiten diskutiert werden, um die Einbindung der Jugendlichen in den Verein zu verstärken.

Das Jungschützenschießen allein reicht offensichtlich nicht aus, um die Nachwuchsschützen für den Verein zu begeistern. Es müssen schlüssige Konzepte gefunden werden, um diesem Dilemma entgegen zu wirken.

Christian Klein wurde mehrheitlich als Nachfolger von Hermann Wortmann ins Offizerscorps gewählt. Der 30-jährige Koch ist als Sangesbruder aktiv und kommt ebenfalls aus den Reihen der Scheebomber. Die Offiziere Kevin Hegener, Georg Tillmann, Hubertus Poggel und Ulrich Pape wurden in ihren Ämtern bestätigt. Obwohl Christian Vollmert vor den Wahlen für alle Wahlgänge eine geheime Abstimmung beantragt hatte, die satzungsmäßig in dieser Form nicht vorgesehen ist, sprach Stefan Wintersohle nach den Abstimmungen von einem der schnellsten Wahlvorgänge der vergangenen Jahre. „Ich wollte das ganze ja nur spannend machen“, scherzte Vollmert nach dem Scheitern seines Antrages.

Stefan Wintersohle berichtete vom zügigen Fortschreiten der Umbauarbeiten am Kino, das sich im Besitz des Bürgerschützenvereins befindet. Bei der Verkaufsaktion der alten Kinosessel kamen 695 Euro zusammen, die erste Korporalschaft spendete 110 Euro und eine spontane Sammlung am Samstag erbrachte das stolze Ergebnis von 221 Euro. Weitere Bausteine für den erfolgreichen Umbau der Schützenhof-Lichtspiele zum neuen Kino- und Kulturhaus Finnentrops, dessen Fertigstellung für Juni terminiert ist. Die Neueröffnug soll allerdings erst nach den Sommerferien gefeiert werden.

Der Bürgerschützenverein feiert am ersten Juli-Wochenende sein 85-jähriges Bestehen mit einem großen Jubiläumsschützenfest.Am Samstag wird dann auch der Nachfolger des amtierenden Kaisers Eckhard Werner ermittelt.

 Der neue Kaiser läßt sich zum sonntäglichen Festzug an der Gaststätte „Ratsschänke“ am Markt abholen und König Michael Bienert bezieht seine Residenz in seinem Elternhaus an der Serkenroder Straße. Damit marschiert der große Jubiläumsfestzug mit den Gastvereinen wieder durch das Oberdorf. Nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr, feiert der Verein am 02. September das zweite Kinderschützenfest an der Festhalle. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 02. Juni in Verbindung mit dem Fäßchentrinken der Korporalschaften statt.


Der aktuelle Stand der Arbeiten im neuen Kino- und Kulturhaus. Die Arbeiten zur Vergrößerung der Bühne sind inzwischen abgeschlossen. Derzeit wird mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne die Decke gestrichen - ohne die Bestuhlung eine einmalige Chance im Saal ungestört agieren zu können.


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