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Finnentrop. (ff) Über 90
Bürgerschützen fanden sich am Samstag zu ihrer
Jahreshauptversammlung im Mittelsaal der Festhalle ein. Nach
der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Stefan
Wintersohle verlasen die Schriftführer Wilfried König und
Gerd Baier das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung
und den Jahresbericht 2005.
Nach dem Kassenbericht,
vorgetragen durch Kassierer Wolfgang Wiethoff, stellte
Rechnungsprüfer Bernhard Lubeley die für viele Anwesende
durchaus nachvollziehbare Frage nach der Notwendigkeit der
neuen Schrankenanlage, die seit einigen Monaten nur noch
Berechtigten die Zufahrt zum Schützenplatz freigibt. Die
Installation der Schranke hat bei vielen Bürgerschützen
Kopfschütteln ausgelöst, schließlich hat sich der Verein
diesen „Spaß“ stolze 5.600 Euro kosten lassen. Nach kurzer
Diskussion scherzte Lubeley in Anspielung auf die
Beseitigung der Glück-auf-Schranke: „Dann muss Finnentrop
auch in Zukunft nicht ohne Schranke auskommen“.
Bei den anstehenden
Vorstandswahlen wurde Stefan Wintersohle als erster
Vorsitzender bei zwei Enthaltungen wiedergewählt, Beisitzer
Hermann Schäfers und Kassierer Wolfgang Wiethoff erhielten
das einstimmige Votum der Versammlung. Für den im Jahre 2005
verstorbenen Beisitzer Wilfried van Lier wurde Sebastian
Krause zu seinem Nachfolger gewählt. Der 28-jährige
Industriemeister ist bei den Scheebombern in der dritten
Korporalschaft aktiv.Christian Bloß stand als
Jungschützenvertreter für eine weitere Amtszeit nicht zur
Verfügung. In Ermangelung eines neuen Bewerbers wurde der
Tagesordnungspunkt auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Bei
einer Versammlung aller Jungschützen sollen Möglichkeiten
diskutiert werden, um die Einbindung der Jugendlichen in den
Verein zu verstärken. |
Das Jungschützenschießen allein
reicht offensichtlich nicht aus, um die Nachwuchsschützen
für den Verein zu begeistern. Es müssen schlüssige Konzepte
gefunden werden, um diesem Dilemma entgegen zu wirken.
Christian Klein wurde
mehrheitlich als Nachfolger von Hermann Wortmann ins
Offizerscorps gewählt. Der 30-jährige Koch ist als
Sangesbruder aktiv und kommt ebenfalls aus den Reihen der
Scheebomber. Die Offiziere Kevin Hegener, Georg Tillmann,
Hubertus Poggel und Ulrich Pape wurden in ihren Ämtern
bestätigt. Obwohl Christian Vollmert vor den Wahlen für alle
Wahlgänge eine geheime Abstimmung beantragt hatte, die
satzungsmäßig in dieser Form nicht vorgesehen ist, sprach
Stefan Wintersohle nach den Abstimmungen von einem der
schnellsten Wahlvorgänge der vergangenen Jahre. „Ich wollte
das ganze ja nur spannend machen“, scherzte Vollmert nach
dem Scheitern seines Antrages.
Stefan Wintersohle berichtete
vom zügigen Fortschreiten der Umbauarbeiten am Kino, das
sich im Besitz des Bürgerschützenvereins befindet. Bei der
Verkaufsaktion der alten Kinosessel kamen 695 Euro zusammen,
die erste Korporalschaft spendete 110 Euro und eine spontane
Sammlung am Samstag erbrachte das stolze Ergebnis von 221
Euro. Weitere Bausteine für den erfolgreichen Umbau der
Schützenhof-Lichtspiele zum neuen Kino- und Kulturhaus
Finnentrops, dessen Fertigstellung für Juni terminiert ist.
Die Neueröffnug soll allerdings erst nach den Sommerferien
gefeiert werden.
Der
Bürgerschützenverein feiert am ersten Juli-Wochenende sein
85-jähriges Bestehen mit einem großen
Jubiläumsschützenfest.Am Samstag wird dann auch der
Nachfolger des amtierenden Kaisers Eckhard Werner ermittelt. |
Der
neue Kaiser läßt sich zum sonntäglichen Festzug an der
Gaststätte „Ratsschänke“ am Markt abholen und König Michael
Bienert bezieht seine Residenz in seinem Elternhaus an der
Serkenroder Straße. Damit marschiert der große
Jubiläumsfestzug mit den Gastvereinen wieder durch das
Oberdorf. Nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr,
feiert der Verein am 02. September das zweite
Kinderschützenfest an der Festhalle. Die nächste
Mitgliederversammlung findet am 02. Juni in Verbindung mit
dem Fäßchentrinken der Korporalschaften statt.

Der aktuelle Stand der Arbeiten
im neuen Kino- und Kulturhaus. Die Arbeiten zur Vergrößerung
der Bühne sind inzwischen abgeschlossen. Derzeit wird mit
Hilfe einer Hubarbeitsbühne die Decke gestrichen - ohne die
Bestuhlung eine einmalige Chance im Saal ungestört agieren
zu können.
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