Bamenohl. (ff) Was der Frühnebel und die durchblinzelnde Sonne am Morgen noch versprach, konnte der Wettergott nicht halten. Trotz wolkenverhangenem Himmel blieb es aber zumindest von oben trocken. „Den Zuschauerrekord von über 700 Gästen im letzten Jahr werden wir diesmal wohl kaum übertreffen können“, resümierte Hans-Werner Rademacher von der Kulturgemeinde, der sich mit dem Besucherinteresse am diesjährigen Jazzfrühschoppen aber dennoch hoch zufrieden zeigte. Darunter zahlreiche Jazz-Fans, die seit der ersten Veranstaltung zu den treuen Stammgästen zählen.

Zur Auftaktveranstaltung der neuen Spielzeit hatte die Kulturgemeinde wieder in den idyllischen Park von Schloss Bamenohl geladen. Freiherr von Plettenberg stellte sein Anwesen bereits zum sechsten Mal für diese beliebte Open-air-Veranstaltung zur Verfügung. Im prächtigen Ambiente des mit altem Baumbestand bewachsenen Geländes brachten am Sonntagmorgen gleich zwei Dixieland- und Jazzformationen ihr Können zu Gehör.

Quicklebendigen Sound präsentierten die Herdorfer Dixieland-Friends, die sich aus einer spontanen Spiellaune von zwei Musikern des Musikvereins Herdorf zusammenfanden. Der Erfolg der siebenköpfigen Band war im Jahre 1998 so groß, daß die spritzige Kapelle nun bei jedem Konzert des Musikvereins einige Stücke ihres Jazz-Repertoires vortragen muss. Beim lockeren Frühschoppen trafen die Vollblutmusiker auch in Bamenohl schnell den Nerv des begeisterten Publikums.

Die Ernst-Johann-Original-Jazzband konnte als zweite Band für das Musikevent der etwas anderen Art verpflichtet werden. Der Schlosspark swingte, als die acht Musiker aus Ostwestfalen, die sich nach eigenen Angaben im Sauerland pudelwohl fühlten, die mobile Bühne der Gemeinde betraten. Neben Dixieland- wurden auch Boogie-Rhythmen aus der reichhaltigen Repertoirekiste hervorgekramt. Die brasilianische Sängerin Selma Garcia, die seit einigen Jahren in Europa lebt und arbeitet, zauberte dann gemeinsam mit der Ernst-Johann-Band einen Hauch von exotischem Flair ins gebannt lauschende Zuschauerrund.

Bei dieser erstklassigen Unterhaltung konnten die Gäste ihre sonntägliche Mittagstafel ruhigen Gewissens ins schlemmende Festzelt verlegen. Eine gelungene Veranstaltung, die sicherlich weiterhin ihren festen Stammplatz im Finnentroper Kultursommer behalten wird. Nicht zuletzt durch das Sponsoring der Firma Eibach Federn aus Frielentrop, die dieses Event zum wiederholten Male finanziell unterstützte. Am Nachmittag ließ sich dann auch die Sonne mal hinter den Wolken hervorlocken.
 

klick auf die Bilder zur Vergrößerung

Text und Bilder von Kai Hoffmann                                    zurück