Finnentrop. (ff) Ein bißchen Glück gehört bei einer Open-air-Veranstaltung natürlich schon dazu. Doch dieses Glück hatte die Kulturgemeinde am Sonntag offensichtlich gepachtet. Fast 500 Zuschauer tummelten sich beim Jazzfrühschoppen im Schloßpark Bamenohl und konnten sich bei hochsommerlichen Temperaturen dem zauberhaften Ambiente dieser Anlage nicht entziehen. Baron Freiherr von Plettenberg stellte der Kulturgemeinde die märchenhaften Parkanlagen bereits zum vierten Mal zur Verfügung.

Die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Kultursaison lockte mit einem Musikangebot der feinsten Güte: Mit Keith Smith aus Grossbritannien und seinen „Hefty-Jazz-Allstars“ konnte ein echtes Highlight gebucht werden. Der Jazztrompeter tourte mit seiner international besetzten Band schon durch 50 Länder auf allen Kontinenten. Allein in den 90er Jahre ist die fünfköpfige Formation um „Mr. Hefty Jazz“ in ganz Europa bei über 1000 Jazzkonzerten aufgetreten. Leider schaffte die mobile Bühnenanlage der Gemeinde eine gewisse Distanz, die das begeisterte Publikum einfach nicht überwinden wollte. „Eine Bühne schafft immer eine Distanz, die aber von der Lautstärke dieser Band noch unterstützt wird“, empfand ein ansonsten restlos begeisterter Christoph Terkuhlen von der Sparkasse. Da hatten es die vier Musiker von „Mother Blue`s Jazzmannn“ aus Erkrath, die nur auf ein Minimum an erlektronischer Verstärkung setzten, schon einfacher, den Funken überspringen zu lassen. Mal auf dem Balkon des uralten Gemäuers, mal inmitten der Zuschauer, konnten sich die Zuhörer kaum dem Bann der swingenden Sounds entziehen. Diese Art der Präsentation kam bei der Fangemeinde, die in den Schloßpark gepilgert war, wesentlich besser an. Ein Bein wippte immer im Takt des fröhlichen Dixieland-Jazz mit, der nach Angaben der Band, „die Augen leuchten läßt und die Falten aus dem Gesicht zaubert“.

Schattenspendende Bäume, grüne Wiesen, eine angrenzende Teichanlage und gemütliche Sitzgruppen im Kaffeehausstil - und das alles bei herrlichstem Sonnenschein. Im eigens aufgebauten Festzelt der St.-Eddi-Schützen aus Fretter wurde geschlemmt und geklönt. Die Kinder konnten im weitläufigen Park nach Herzenslust toben und die Kleinsten konnten im Kinderwagen an einem schattigen Plätzchen ein Mittagsschläfchen halten – eben ein Fest für die ganze Familie. Eine Veranstaltung, gutes Wetter vorausgesetzt, die sicherlich weiterhin ihren festen Stammplatz im Finnentroper Kultursommer behalten wird. Nicht zuletzt durch das Sponsoring durch die Firma Eibach Federn aus Frielentrop, die dieses Event finanziell untertsützt. Wie nah sich die Kulturgemeinde am Puls seines Publikums orientieren will, zeigte eine Fragebogenaktion, bei der Wünsche, Anregungen und natürlich auch Kritik geäußert werden konnten. Die Ergebnisse sollen in die Planungen für die kommende Spielzeit einfließen.

 

 

     

 

Text und Bilder von Kai Hoffmann

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