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Die Björn Steiger Stiftung übergibt Defibrillator an den Bürgerschützenverein Finnentrop Heimische Apotheken engagieren sich im Kampf gegen den Herztod.
Nach einem plötzlichen Herzversagen beginnen bereits nach fünf Minuten die ersten irreparablen Hirnschäden. Professionelle Hilfe innerhalb dieses Zeitfensters ist weder von Notärzten noch vom Rettungsdienst möglich. „Bei der Behandlung von Kammerflimmern zählt nicht die medizinische Perfektion, sondern die schnellstmögliche Defibrillation“, erläuterte Rettungsassistent Christian Vollmert, der sich um die Ausbildung der Helfer bemüht. Der plötzliche Herztod ist die häufigste außerklinische Todesursache in Deutschland. Die überwiegende Mehrzahl aller Betroffenen weist anfänglich ein so genanntes Kammerflimmern auf. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ist ohne Reanimation das Kammerflimmern nicht selten in eine Asystolie („Null-Linie“ im EKG) übergegangen. Die einzige wirksame Behandlung im Rahmen der Reanimation stellt die Elektroschocktherapie, die sogenannte Defibrillation, dar. Deshalb fordert die Björn Steiger Stiftung im Rahmen ihrer Kampf-dem-Herztod-Kampagne die Breitenausbildung der Bevölkerung in Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Frühdefibrillation und die Stationierung von automatisierten Defibrillatoren im öffentlichen Raum. Am gestrigen Freitag übergab der Geschäftsführer der Björn-Steiger-Stiftung, Jörn Fries, dem Bürgerschützenverein als Betreiber der Festhalle in Finnentrop jetzt einen „Defi“ vom Typ Heartstart FR 2 im Wert von über 3.000 Euro. Durch eine gemeinsame Spendenaktion der „Schloß-Apotheke“, der „Sonnen-Apotheke“ und der „Alten Apotheke“ konnte in Zusammenarbeit mit der Björn-Steiger-Stiftung somit erstmalig im Kreis Olpe ein sogenannter Frühdefibrillator für eine öffentliche Versammlungsstätte angeschafft werden. Obwohl in größeren Betrieben und bei den Hilfsorganisationen diese Geräte bereits vorgehalten werden, ist Stiftungs-Geschäftsführer Jörn Fries in Nordrhein-Westfalen keine andere Einrichtung bekannt, wo ein Frühdefibrillator der breiten Öffentlichkeit in dieser Form zugänglich gemacht wird. Damit wollen die Björn-Steiger-Stiftung und die Apotheken in Finnentrop, vertreten durch Karl-Heinz van Lier, Anne van Lier und Markus Junker, ein Zeichen für die gesamte Bevölkerung im Landkreis Olpe setzen. Fotos: (von links)
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Text und Bilder von Kai Hoffmann