Finnentrop. (ff) Eigentlich soll man die Rettungsleiststelle in Olpe ja nicht veräppeln. Aber, um die Feuerwehr zu einer Übung in den Kindergarten zu rufen, darf auch schon mal eine kleine Notlüge herhalten: „Kommen Sie schnell, im Katholischen Kindergarten auf der Kirchstraße brennt es“, so hatte es Julian Sommerhoff vor der Übung im Rahmen der Brandschutzerziehung durch Brandmeister Jörg Schäfers gelernt. Das richtige Absetzen eines Notrufs an die Notrufnummer 112 wurde ausgiebig geübt.

So wurde das Wissen um die Feuerwehr und das Verhalten in einem Brandfall gleich in der Praxis ausprobiert. Doch was dann anrollte, hatte sich der junge Anrufer wohl nicht so gedacht. Die Löschgruppen Finnentrop und Bamenohl rückten mit Löschgruppenfahrzeug, Tanklöschfahrzeug, Einsatzleitwagen und sogar der Drehleiter an. Immerhin galt es, zehn Kinder, die sich mit Kindergartenleiterin Claudia Schöttler noch im Gebäude aufhielten, zu retten. Die Kids, die ihre Aufgabe der Verletztensimulation sehr ernst nahmen, machten es den Feuerwehrmännern nicht gerade leicht. Die Trupps unter Atemschutz hatten kein leichtes Spiel, die Kinder in ihren Verstecken ausfindig zu machen.

Das Ziel der Übung, den Kindern die Angst vor den außerirdisch gekleideten Feuerwehrmännern mit ihren schwarzen Masken und den zischenden Atemschutzgeräten zu nehmen, wurde vollends erreicht. Die Praxis zeigt, daß sich Kinder bei einem Brandfall aus Panik oftmals verstecken und sich nicht auch noch von wüst anmutenden Feuerwehrmännern retten lassen wollen. Finnentrops Löschgruppenführer Markus Hesse und Claudia Schöttler zogen nach der Ernstfallsimulation eine positive Bilanz und verständigten sich auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.


Text und Bilder von Kai Hoffmann (ff)

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