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Finnentrop. (ff) Der Hersteller der Individualsoftware, die
bei der Heinrich Eibach GmbH 15 Jahre lang ihren Dienst
versehen hat, musste im Jahre 2004 Insolvenz anmelden. Wenn
sich dann ein mittelständisches Unternehmen, wie der
Finnentroper Federnhersteller, für eine
betriebswirtschaftliche Standardsoftware entscheidet, liegt
die Frage in der Luft, ob die Lösung für das Unternehmen
nicht überdimensioniert ist.
Marianne Schröder, seit 2003 IT-Managerin beim
Federnspezialisten, machte sich im November 2004 auf die
Suche nach einem geeignetem System. Keine leichte Aufgabe,
schließlich galt es, die sehr breitgefächerte Produktpalette
und die komplexe Fertigung mit der neuen Software
abzubilden. Mit Hilfe von Analysten, die vornehmlich
Mittelständler beraten, wurde nach Ersatz Ausschau gehalten.
Die Entscheidung zugunsten von SAP fiel im März 2005, weil
hier der Anpassungsaufwand am geringsten und die
Investitionssicherheit am größten war. |
Zum Jahresbeginn 2006 wurden alle Kernprozesse umgestellt,
der Kraftakt war vollbracht. Marianne Schröder nutzte die
Gelegenheit, organisierte mit Funkfrequenztechnik auch das
Lager neu und band die Packtische per Touchscreens und WLAN
an die neue SAP-Software an. Manche Anwender verabschiedeten
sich nur ungern von Abläufen, die nicht unverändert in die
neue IT-Lösung übernommen werden konnten. Deshalb führte die
42-jährige IT-Spezialistin wöchentliche
installationsbegleitende Treffen von sogenannten „Key-Usern“
ein. Anläßlich der Inventur 2006 durfte sie dann hören, das
gehe nun doch besser als mit der alten Software.
Ihre IT-Strategie „Ablösung der Individualapplikationen
durch Standardsoftware und Homogenisierung der
Server-Landschaft“, die sich für den Laien als ein Buch mit
sieben Siegeln anhört, wurde jetzt von der Fachzeitschrift
„Computerwoche“ belohnt. Marianne Schröder belegte bei der
Wahl zum CIO, Chief Information
Officer, des Jahres 2006 im Bereich Mittelstand einen
hervorragenden dritten Platz. |
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde lobte Firmenchef Ralph
H. Eibach jetzt den überdurchschnittlichen Einsatz der
IT-Fachfrau, als auch das große Engagement aller Key-User,
die das neue System in nur 14 Monaten auf die Beine gestellt
haben.
Marianne Schröder arbeitet gern in dem Familienunternehmen
mit seinen 250 Mitarbeitern.
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Dort kann sie Generalistin sein, in
einem Konzern müsste sie sich mehr spezialisieren.
Sie schätzt „die kurzen Wege und das sehr gute
Betriebsklima“. |
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Weitere Infos unter www.computerwoche.de oder www.cio.de/strategien/projekte/830403/index3.html
Marianne Schröder sehen und hören kann man unter
www.computerwoche.de/videonr=11
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