Datum: 22.01.2007

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) Der Hersteller der Individualsoftware, die bei der Heinrich Eibach GmbH 15 Jahre lang ihren Dienst versehen hat, musste im Jahre 2004 Insolvenz anmelden. Wenn sich dann ein mittelständisches Unternehmen, wie der Finnentroper Federnhersteller, für eine betriebswirtschaftliche Standardsoftware entscheidet, liegt die Frage in der Luft, ob die Lösung für das Unternehmen nicht überdimensioniert ist.

Marianne Schröder, seit 2003 IT-Managerin beim Federnspezialisten, machte sich im November 2004 auf die Suche nach einem geeignetem System. Keine leichte Aufgabe, schließlich galt es, die sehr breitgefächerte Produktpalette und die komplexe Fertigung mit der neuen Software abzubilden. Mit Hilfe von Analysten, die vornehmlich Mittelständler beraten, wurde nach Ersatz Ausschau gehalten. Die Entscheidung zugunsten von SAP fiel im März 2005, weil hier der Anpassungsaufwand am geringsten und die Investitionssicherheit am größten war.

Zum Jahresbeginn 2006 wurden alle Kernprozesse umgestellt, der Kraftakt war vollbracht. Marianne Schröder nutzte die Gelegenheit, organisierte mit Funkfrequenztechnik auch das Lager neu und band die Packtische per Touchscreens und WLAN an die neue SAP-Software an. Manche Anwender verabschiedeten sich nur ungern von Abläufen, die nicht unverändert in die neue IT-Lösung übernommen werden konnten. Deshalb führte die 42-jährige IT-Spezialistin wöchentliche installationsbegleitende Treffen von sogenannten „Key-Usern“ ein. Anläßlich der Inventur 2006 durfte sie dann hören, das gehe nun doch besser als mit der alten Software.

Ihre IT-Strategie „Ablösung der Individualapplikationen durch Standardsoftware und Homogenisierung der Server-Landschaft“, die sich für den Laien als ein Buch mit sieben Siegeln anhört, wurde jetzt von der Fachzeitschrift „Computerwoche“ belohnt. Marianne Schröder belegte bei der Wahl zum CIO, Chief Information Officer, des Jahres 2006 im Bereich Mittelstand einen hervorragenden dritten Platz.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde lobte Firmenchef Ralph H. Eibach jetzt den überdurchschnittlichen Einsatz der IT-Fachfrau, als auch das große Engagement aller Key-User, die das neue System in nur 14 Monaten auf die Beine gestellt haben.

Marianne Schröder arbeitet gern in dem Familienunternehmen mit seinen 250 Mitarbeitern.

Dort kann sie Generalistin sein, in einem Konzern müsste sie sich mehr spezialisieren. Sie schätzt „die kurzen Wege und das sehr gute Betriebsklima“.

 

 

Weitere Infos unter www.computerwoche.de oder www.cio.de/strategien/projekte/830403/index3.html

Marianne Schröder sehen und hören kann man unter www.computerwoche.de/videonr=11

 

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