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Finnentrop. Gerade feierte die
Firma Eibach Federn ihr 55-jähriges Jubiläum mit Partnern
aus 30 Ländern. Dabei handelte es sich zwar nicht um ein
„echtes“ Jubiläum, doch Seniorchef Wilfried Eibach, das
Senior hört er gar nicht gerne, hat es zur guten Tradition
werden lassen, alle fünf Jahre Mitarbeiter, Nachbarn und
Partner aus aller Welt zu einem Familienfest ins Sauerland
einzuladen.
Seit 1980, dem Jahr des Umzugs
des Unternehmens ins Industriegebiet Frielentrop, pflegt er
diese Tradition. Damals gehörte Eibach zu den ersten
Unternehmen, die ihre Zelte in Frielentrop aufschlugen. Die
Erfolgsgeschichte des Federnspezialisten begann 1951 in
einem Holzschuppen am Bahnhof in Rönkhausen. Der Urvater des
Unternehmens, Heinrich Eibach, gründete dort eine
Federnschmiede, deren späteren Ruhm er nicht mehr miterleben
durfte. Er verstarb 1967, Sohn Wilfried übernahm zusammen
mit Geschäftsführer Walter Korte die Geschicke des
Stammwerkes in Rönkhausen, wo noch heute in einer
ausgelagerten Produktion Drehfedern für Riemenspanner
hergestellt werden. Die Expansion in die Fahrwerkstechnik im
Jahre 1975 war die entscheidende Weichenstellung für den
heutigen Erfolg. Da die Produktion im Rönkhauser Stammhaus
aus allen Nähten zu platzen drohte, entschied man sich
Anfang der achtziger Jahre für den Neubau und Umzug nach
Frielentrop.
Nach zahlreichen Ausbaustufen
präsentiert sich das Unternehmen dort heute mit über 18.000
Quadratmetern Gebäude- und Nutzfläche auf über 29.000
Quadratmetern Grundstücksfläche. Am Produktionsstandort
Finnentrop sind derzeit rund 250 Mitarbeiter beschäftigt,
weltweit hat Eibach rund 450 Mitarbeiter.
1987 wurde in den USA die
Tochter Eibach Springs gegründet, der entscheidende Sprung
nach Übersee. |
Inzwischen sind die
Federnspezialisten auf allen fünf Kontinenten vertreten und
werden durch nationale Importeure und Vertretungen in 80
Ländern repräsentiert. 1994 wurde Eibach Japan gegründet,
Eibach UK folgte 1996 und nur ein Jahr später fiel der
Startschuss für Eibach South East Asia in Australien. Die
Gründung von Eibach South Africa wurde 2004 vollzogen.
Seit 2005 wird die Heinrich
Eibach GmbH mit Ralph H. Eibach, Jürgen Schulte und Markus
Simon in der dritten Manager-Generation geführt. Wilfried
Eibach ist weiterhin als Vorstandsvorsitzender der Eibach
Holding AG, unter der das Unternehmen im Jahr 2000 neu
strukturiert wurde, aktiv. In der Produktion in Frielentrop,
die von Betriebsleiter Michael Hesse gelenkt wird, werden
auf CNC-gesteuerten Windeautomaten Prototypen, Einzelstücke,
Klein- und Großserien mit einem Stab- oder Drahtdurchmesser
von 0,2 mm bis 55 mm kalt- oder warmverformt. Im
Vormateriallager werden über 2.000 Qualitäten, Ausführungen
und Abmessungen bereitgehalten.
Eine breite Produktpalette im
Industrie- und Fahrwerksbereich spiegelt das umfassende
Spektrum der Möglichkeiten wieder. So werden sowohl Druck-
und Zugfedern, wie auch Förder- und Dosierspiralen, Elemente
für die Dichtungstechnik, Draht- und Flachformfedern
hergestellt. Darüber hinaus verlassen auch hochwertige
Ventilfedern, unter anderem für Schiffsdieselmotoren, nach
umfangreicher Prüfung das Werk in Frielentrop. Im
Fahrwerksbereich, der rund 50 Prozent der Fertigung
darstellt, ist Eibach Komplettanbieter. Die hauseigene
Performance-Linie „Pro-Kit“, ein Tieferlegungssatz mit
sportlicher Abstimmung, wird durch Sportstoßdämpfer,
Stabilisatoren, Gewindefahrwerke, Spurverbreiterungen und
elektronischen Fahrwerksmodulen ergänzt. |
Zahllose Erfolge im Motorsport
unterstreichen die Qualität und den guten Ruf von Eibach,
dem offiziellen Partner des BP Ford WRC-Teams. Das
Rallye-Team um den in der Fahrerwertung auf Platz zwei
liegenden Marcus Grönholm, fuhr beim WM-Lauf in der Türkei
einen gefeierten Doppelsieg ein und führt jetzt die
Markenwertung an. Aber auch in anderen Rennserien wie der
Formel 1, NASCAR, CART, Stock Car Racing oder der Baja 1000
stellen Eibach-Produkte ihre Qualität unter Beweis.
Von diesem Know-how profitieren
derzeit auch 20 Auszubildende, die im Werk Finnentrop in
Berufen wie Federmacher, Industrie- und
Zerspanungsmechaniker, Informatik- und Industriekaufmann und
Fachkraft für Lagerlogistik ausgebildet werden. „The will to
win“, ist für Wilfried Eibach, der sich bei der
Federnkonstruktion nur ungern den Grenzen der Physik
geschlagen gibt, mehr als nur ein plumper Slogan. Vielmehr
stellt er seine Lebensphilosophie und das Motto seines
Unternehmens eindrucksvoll dar.

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