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Finnentrop. (ff) Ein größeres Lob kann ein
Veranstalter wohl kaum bekommen: „Ein absolut perfekter
Tourtag“, zeigte sich Bassist Ralph Rieker von den Machern
des Konzertes am Samstagabend in der Festhalle schwer
beeindruckt. Die deutsche Topformation DIE HAPPY gastierte
am Wochenende in Finnentrop und fühlte sich rundum
pudelwohl. Noch auf der Bühne schwärmte Sängerin Marta
Jandová, die schnell den Weg in die Herzen der Fans gefunden
hatte, vom „tollen Tag in Finnentrop“.
In Ermangelung von Duschen in der Festhalle,
hatten die Organisatoren der Kulturgemeinde auf recht
unkonventionelle Weise das Problem der ersehnten
Körperpflege unter dem erfrischenden Nass gelöst. Kurzerhand
ging es am frühen Nachmittag mit dem Shuttle-Bus eines
Sponsors in das nahe gelegene Erlebnisbad „Finto“. Doch nur
mit Duschen war es dort natürlich nicht getan. Beim
Schwimmen, ausgiebigen Saunagängen und dem Relaxen im
Wellnessbereich konnte sich die Formation in kaum gewohnter
Weise auf den Abend vorbereiten.
Das ging dann soweit, dass die Musiker, denen
die Zeit im „Finto“ regelrecht davon schwamm, selbst keinen
Soundcheck mehr absolvieren konnten. „Das kann man sich
natürlich nur leisten, wenn man eine so super Truppe im
Hintergrund hat wie wir, die bei jedem Konzert alles optimal
für uns vorbereitet“, schickte Gitarrist Thorsten Mewes ein
dickes Lob an die Backliner und Techniker der Band. |
Und als Die Happy dann als Topact gegen 21
Uhr die Bühne betrat, passte wirklich alles zusammen. Die
Zuschauer waren begeistert und sprangen fröhlich mit, wenn
Marta es ihnen vormachte. Die stimmgewaltige Frontfrau
konnte das überwiegend junge Publikum nach Belieben
dirigieren. Schlagzeuger Jürgen Stiehle, der am Nachmittag
noch verträumt in der herrlichen Herbstsonne auf dem
Schützenplatz an der Akustikgitarre gezupft hatte,
verwandelte sich zum wirbelnden Drummer und gab den
druckvollen Takt vor.
Nach dem gelungenen Konzert mischten sich die
Profimusiker unter das feiernde Volk, schrieben geduldig
Autogramme und ließen sich zusammen mit der heimischen
Vorgruppe „In Between“ ablichten, die den Abend eröffnet
hatten, bevor Marta und ihre Jungs mit dem Nightliner-Bus in
die dunkle Nacht entschwanden.
Den Organisatoren der Kulturgemeinde Finnentrop ist wieder
ein Griff in die Kiste der Rockmusik gelungen, der aller
Ehren wert war.
Doch leider hätte ein Konzert dieser Topklasse mehr
Zuschauer verdient. Nur rund 600 feiernde Fans hatten den
Weg in die Festhalle gefunden. Bleibt zu hoffen, dass die
Kulturmacher in Finnentrop weiterhin diesen Mut beweisen und
auch in Zukunft versuchen werden, derlei Kraftanstrengungen
zu stemmen und Bands dieser Kategorie ins ansonsten eher
beschauliche Finnentrop zu locken. |
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