Datum: 14.10.2007

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) Ein größeres Lob kann ein Veranstalter wohl kaum bekommen: „Ein absolut perfekter Tourtag“, zeigte sich Bassist Ralph Rieker von den Machern des Konzertes am Samstagabend in der Festhalle schwer beeindruckt. Die deutsche Topformation DIE HAPPY gastierte am Wochenende in Finnentrop und fühlte sich rundum pudelwohl. Noch auf der Bühne schwärmte Sängerin Marta Jandová, die schnell den Weg in die Herzen der Fans gefunden hatte, vom „tollen Tag in Finnentrop“.

In Ermangelung von Duschen in der Festhalle, hatten die Organisatoren der Kulturgemeinde auf recht unkonventionelle Weise das Problem der ersehnten Körperpflege unter dem erfrischenden Nass gelöst. Kurzerhand ging es am frühen Nachmittag mit dem Shuttle-Bus eines Sponsors in das nahe gelegene Erlebnisbad „Finto“. Doch nur mit Duschen war es dort natürlich nicht getan. Beim Schwimmen, ausgiebigen Saunagängen und dem Relaxen im Wellnessbereich konnte sich die Formation in kaum gewohnter Weise auf den Abend vorbereiten.

Das ging dann soweit, dass die Musiker, denen die Zeit im „Finto“ regelrecht davon schwamm, selbst keinen Soundcheck mehr absolvieren konnten. „Das kann man sich natürlich nur leisten, wenn man eine so super Truppe im Hintergrund hat wie wir, die bei jedem Konzert alles optimal für uns vorbereitet“, schickte Gitarrist Thorsten Mewes ein dickes Lob an die Backliner und Techniker der Band.

Und als Die Happy dann als Topact gegen 21 Uhr die Bühne betrat, passte wirklich alles zusammen. Die Zuschauer waren begeistert und sprangen fröhlich mit, wenn Marta es ihnen vormachte. Die stimmgewaltige Frontfrau konnte das überwiegend junge Publikum nach Belieben dirigieren. Schlagzeuger Jürgen Stiehle, der am Nachmittag noch verträumt in der herrlichen Herbstsonne auf dem Schützenplatz an der Akustikgitarre gezupft hatte, verwandelte sich zum wirbelnden Drummer und gab den druckvollen Takt vor.

Nach dem gelungenen Konzert mischten sich die Profimusiker unter das feiernde Volk, schrieben geduldig Autogramme und ließen sich zusammen mit der heimischen Vorgruppe „In Between“ ablichten, die den Abend eröffnet hatten, bevor Marta und ihre Jungs mit dem Nightliner-Bus in die dunkle Nacht entschwanden.

Den Organisatoren der Kulturgemeinde Finnentrop ist wieder ein Griff in die Kiste der Rockmusik gelungen, der aller Ehren wert war.

Doch leider hätte ein Konzert dieser Topklasse mehr Zuschauer verdient. Nur rund 600 feiernde Fans hatten den Weg in die Festhalle gefunden. Bleibt zu hoffen, dass die Kulturmacher in Finnentrop weiterhin diesen Mut beweisen und auch in Zukunft versuchen werden, derlei Kraftanstrengungen zu stemmen und Bands dieser Kategorie ins ansonsten eher beschauliche Finnentrop zu locken.

 

 
 
 

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