Finnentrop. (ff) Nur durch Zufall konnte am Samstag ein möglicher Bahnunfall verhindert werden. Die Besatzung des Rettungswagen aus Finnentrop befuhr gegen 18 Uhr die B 236, als sie in Höhe des Bahnübergangs bemerkte, daß sich einige ungeduldige Autofahrer trotz halbseitig geschlossener Schranke und roten Lichtzeichen auf den Weg machten, die Gleise zu passieren.

Ein Anruf beim Fahrdienstleiter blieb zunächst erfolglos, sofort wurde Kontakt mit der Polizei aufgenommen. Geistesgegenwärtig sicherten die Rettungsassistenten mit ihrem Fahrzeug die noch geöffnete Seite der Schrankenanlage ab. Ein erneuter, jetzt erfolgreicher Anruf beim Fahrdienstleiter konnte nicht verhindern, daß Minuten später ein Nahverkehrszug aus Richtung Grevenbrück bei geöffneter Schranke den Bahnübergang passierte.

Nicht auszudenken, wenn in diesem Augenblick wieder ein wartender Autofahrer, wenn er auch entgegen der Lichtzeichenanlage gehandelte hätte, die Gleise gekreuzt hätte. Nach rund 30 Minuten traf ein Techniker der Bahn AG ein, der den Störfall beseitigen konnte. Der Notfallmanager der Bahn AG, der in Finnentrop stationiert ist, war nicht vor Ort. Auf Anfrage der Westfalenpost konnte gestern bei der Bahn AG niemand Angaben zu dem fatalen Zwischenfall machen. (Wir berichten weiter)


Text von Kai Hoffmann (ff)

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