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Finnentrop. (ff) Jahrelang stand
das Empfangsgebäude des Finnentroper Bahnhofs leer, führte
ein Schattendasein. In dieser Woche besichtigten gleich zwei
Gremien die verwaisten Räumlichkeiten. Am Mittwoch stand der
technische Beigeordnete Aloys Weber der
Interessengemeinschaft „Alter Ortskern“ bei einer
Besichtigung Rede und Antwort, tags zuvor hatte bereits der
Haupt- und Finanzausschuss das rund 108 Jahre alte Gemäuer,
das sich inzwischen im Besitz der Gemeinde Finnentrop
befindet, in Augenschein genommen.
Während sich der linke
Gebäudetrakt ungeheizt mit feuchten Wänden präsentierte,
wurden die Räume der rechten Gebäudehälfte noch vor einigen
Jahren von der DB-Bauleitung bei der Umrüstung auf die
digitale Gleistechnik genutzt. Ferner nutzt derzeit der
„Warenkorb“ der Caritas die Flächen der ehemaligen
Fahrkartenausgabe und der Gepäckabfertigung für ihre
Aktivitäten. In diesem Gebäudeteil versieht auch eine
moderne Heizungsanlage, die Ende der 90er Jahre eingebaut
worden ist, noch ihren wärmenden Dienst. |
Begleitet von einem Statiker und
einem erfahrenen Zimmermann konnten sich die Mitglieder der
Interessengemeinschaft um Hermann Schmelzer, Christian
Vollmert und Gertrud Junker einen Eindruck über den
baulichen Zustand verschaffen. „In puncto Standsicherheit
des Gebäudes sehe ich auch für die nächsten 100 Jahre keine
Probleme“, resümierte Aloys Weber, der allerdings
Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Investor für die
umfassende Sanierung erwartet.
Nach Aussage von
SPD-Fraktionschef Bernd Dahlmann kam der Haupt- und
Finanzausschuss bei seiner Besichtigung zu der einhelligen
Auffassung, dass der anfangs angedachte Gebäudeabriss erst
in Frage kommt, wenn ein städtebauliches Gesamtkonzept für
den gesamten Bereich vorliegt.
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(von links) Dr.
Uli Gunkel, Christian Vollmert, Alexander Nies, Aloys Weber
und Hermann Schmelzer nach der Besichtigung vor dem
Bahnhofsgebäude.

Die
Interessengemeinschaft „Alter Ortskern“ bei der Besichtigung
der Räumlichkeiten. Vorn links im Vordergrund: Hermann
Schmelzer.
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