Datum: 17.02.2006

Quelle: Gerd Malmann

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Da haben wir in Finnentrop mal wieder ein Thema gefunden zu dem scheinbar jeder eine Meinung hat, aber kaum einer Ahnung.

Der neue Sendemast!

Physik, und hier besonders die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen ist nun nicht so einfach wie die Meinungsführer in der Shoutbox proklamieren. Außerdem haben diese Wellen etwas, was seit jeher dem Menschen suspekt ist. Man kann sie nicht sehen, hören oder fühlen.

Teufelszeug also?

Nein, denn man kann sie messen und da kommt dann die Wahrheit zu Tage. Die Sendeleistung von Handys ist nach oben hin begrenzt, und zwar auf 2 Watt .

Das ist die maximal erreichbare Leistung - sie muss aber nicht immer ausgeschöpft werden. Im Verlauf eines Telefongesprächs ist die Sendeleistung abhängig von verschiedenen Faktoren, und kann um das 1000-fache niedriger als der Maximalwert liegen. Am wichtigsten ist die Nähe zu einer Antenne: Je näher an der Sendestation telefoniert wird, desto geringer ist die Sendeleistung des Mobiltelefons.

Antenne oder Handy - wann ist die Belastung größer? Grundsätzlich gilt: Das Handy hält man meist dicht am Körper. Mobilfunkantennen sind jedoch gewöhnlich weiter entfernt.

Die Strahlung einer Antenne auf dem Dach des Nachbarhauses ist durch den Abstand nur noch sehr gering, und zusätzlich gedämpft durch Mauern und Baumaterial. Dagegen trifft die elektromagnetische Strahlung eines Mobiltelefons direkt auf den Kopf. Wer sich also vor Antennen fürchtet, aber gerne das Handy benutzt, vermutet das Risiko an der falschen Stelle.

Und damit die Handyleistung sinkt brauchen wir Antennen in der Nähe.

Bravo - Die neue Antenne senkt also die Belastung - der Physik sei Dank.


 

 

 

 

Datum: 23.03.2006

Quelle: Hartmann/Bamenohl

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Es stimmt zwar, dass das Handy beim telefonieren direkt am Kopf ist. Aber wer telefoniert denn 24 Stunden am Tag? Ist das Handy aber einfach nur eingeschaltet, wird es ca. einmal pro halbe Stunde angefunkt und zwar für den Bruchteil einer Sekunde.
Unsere Kinder und Jugendlichen benutzen ihre Handys bervorzugt um SMS zu schreiben. Auch dabei entsteht Strahlung nur im Augenblick des Sendens. Den Strahlen des Sendemastens sind sie aber dauerhaft und unfreiwillig! ausgesetzt.
Das Argument, dass ein Sendemast in direkter Umgebung mit geringerer Leistung sendet als ein weiter entfernt stehender Mast ist schnell entkräftet:

Die Sendeleistung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab.
Beispiel: Sendemast am Ortsrand mit 10Watt Sendeleistung gegenüber einem Sendemast in 1240m Entfernung mit 50Watt Sendeleistung. 20 Meter vom Ortsrand entfernt ist die Belastung durch den ortsnahen Sendemast 794 mal so hoch, wie die des entfernt Stehenden. Ich habe kürzlich direkt unter dem Mast gestanden. Dabei habe ich höchsten 10 Meter von der Turnhalle und vielleicht 30 Meter von der Grundschule entfernt gestanden. Das zu sehen ist erschreckend. Ich möchte auch noch einmal und in aller Deutlichkeit betonen: Es geht nicht um den Sendemast als solches, sondern um den Standort!

Auch wenn Herr Hess das nicht begreift oder begreifen will.
Es ist auch schon erstaunlich, dass ein Physiker einen Masten für unbedenklich hält und dabei nicht einmal weiß, welche Antennen installiert werden. Für wissenschaftlich halte ich das nicht. Im direkten Umfeld eines Sendemastens ist die Berechnung mit Daten schon sehr ungenau. Aber ohne Daten??
Warum empfiehlt eigentlich ein Ausschuss der Bundesregierung, etliche medizinische Gutachter und selbst das Bundesamt für Strahlenschutz


 

 

 

 

Datum: 07.04.2006

Quelle: Schulte/Finnentrop

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Vodafone : Kein UMTS am Finnentroper Mast.

Da wäre geschafft. Vodafone knickt ein und wird in Finnentrop kein UMTS anbieten.

Da haben die Technikfeinde um Herrn Feldmann ja einen tollen Erfolg erzielt. Finnentrop wird von der Zukunftstechnologie des schnellen drahtlosen Datenverkehrs abgeschnitten. Beim Kampf um Gewerbeansiedlungen ist das für den Standort Finnentrop mal wieder ein Hinweis wo es hingehen soll.

 Persönliche dumpfe Angstpsychosen werden unter dem Deckmantel der Sorge um die Volksgesundheit lautstark propagiert.

Das hat den tollen Nebeneffekt, dass man seine egozentrischen Neigungen in aller Öffentlichkeit ausleben kann.

Experten die auf der gleichen Welle schwimmen werden eingeladen und als unabhängige Wissenschaftler bezeichnet.

Andersdenkenden wird jede Kompetenz abgestritten und böser Willen unterstellt.

Ich möchte betonen, dass ich zu den technisch- und gesundheitlichen  Details kein ausreichendes Fachwissen besitze. Aber als Psychologe sei mir erlaubt,  das  Denkmuster der handelnden Personen richtig einschätzen zu können.

Und das ist geprägt durch Opportunismus.