Attendorn. (ff) Die Gaukler und Spielleute waren am Wochenende wieder in der Stadt und brachten die Zuschauer zum Lachen - und lachen soll ja gesund sein. Selbst die Sonne lachte strahlend vom Himmel, als wieder 20.000  begeisterte Gäste die Innenstadt bevölkerten. Ob Jonglage, Walk-acts, Zauberei, Varieté, Comedy, Clownerei, Akrobatik, Pantomime oder Magie, alle Spielarten der guten Unterhaltung wurden beim 17. Gauklerfest in der Hansestadt geboten.

Den über 70 Künstlern lachten vor den Bühnen tausende von strahlenden Gesichtern entgegen. Und für ihre Einsatzbereitschaft und Spontanität mußte man den völlig überraschten Zuschauern, die von den Artisten aus dem Publikum geangelt wurden, hohen Respekt zollen. So auch Andy-Andy, den Jeff Hess auf die Bühne am Alten Markt zerrte, um mit ihm ein Tischtennismatch zu bestreiten. Herzerfrischend wie Andy-Andy im Zeitlupentempo die Bälle retounierte, da mußte sogar der Meister der Grimassen, der Amerikaner Jeff Hess, zwischendurch herzhaft schmunzeln.

Stand-up-Comedian Heinz Gröning, der sensible Poet mit der Figur eines zu stark beharrten LKW-Fahrers, oder Andi Steil, Oddlings, Fabrice aus Paris, die Blindfische oder Joy Burger – sie alle trieben ihren Schabernack mit dem jubelnden Volk. Für die Kids gab es eine Kinderspielstrasse, Aktionsspiele, die Kreativstrasse mit einem Schminkpavillion und das Spielmobil mit der Rollenrutsche. Vorbildlich ist die Aktion, daß sich die kleinen Gäste gegen einen einmaligen Obulus ihren Gauklerfestbecher an den Getränkerondells und in vielen Gaststätten kostenlos mit Mineralwasser auffüllen lassen konnten. Wahrlich ein echtes Familienfest, das diesen Namen auch verdient hat.

Auf der Bühne am Feuerteich wurde hochkarätige Live-Musik präsentiert. Hardcore mit den Lokalmatadoren von „Endnote“ aus Attendorn, Latin-Ragga mit „Lex Barker Exrerience“, Punk`n Roll mit „De Heideroosjes“ aus Holland oder Rock-Pop mit „Die Familie“. Alle Stilrichtungen waren vertreten, bevor am Abend der Headliner die Bühne betrat: The Busters, die wohl bekannteste und erfolgreichste Ska-Band Deutschlands. Die zwölf Musiker wurden ihrem Ruf gerecht, einer der derzeit besten Live Acts in Deutschland zu sein. Ausgelassene Party-Power zum Abtanzen. Letztlich lachten auch die Organistoren und die zahllosen ehrenamtlichen Helfer, wurde doch die ganze Schinderei mit einem gelungenen Festival der Extraklasse belohnt.


Text und Bilder von Kai Hoffmann (ff)

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