|
Finnentrop. (ff) Im Rahmen der Jahresabschlussübung der
Jugendfeuerwehr auf dem Gelände der Firma Eibach Federn
hatten die Nachwuchslöscher um Gemeindejugendfeuerwehrwart
Ulrich Pape am Freitagnachmittag eine ganz besondere
Überraschung im Gepäck.
Der völlig ahnungslose Firmeninhaber Wilfried Eibach wurde
bei den Vorbereitungen zu dieser Übung regelrecht
überrumpelt, stand doch nach der Übung eine Ehrung auf dem
Programm, von der er im Vorfeld nichts erfahren sollte.
Verbündet mit seiner Ehefrau Nina hatten die Jugendlichen
die Übung mit der anschließenden Feierstunde schlichtweg
hinter seinem Rücken eingefädelt.
Kreisbrandinspektor Werner Grüneböhmer hatte die seltene
Ehre, den 64-jährigen Unternehmer für seinen Einsatz für die
Jugendarbeit und seine Bemühungen um die Ehrenamtlichkeit
mit der Floriansmedaille des Landesverbandes NRW
auszuzeichnen. |
„Wilfried
Eibach hat sich in vorbildlicher und herausragender Weise um
das Jugendfeuerwehrwesen verdient gemacht“, so Grüneböhmer
in seiner Laudatio und ergänzte: „Bisher hatte ich noch
keine Gelegenheit, diese Medaille an derart engagierte
Mitbürger zu verleihen. Und ich bin jetzt immerhin schon
sieben Jahre als Kreisbrandmeister tätig“. Bürgermeister
Dietmar Heß, der der Abschlussübung ebenfalls beiwohnte,
gehörte zu den ersten Gratulanten und lobte Eibach als
verantwortungsvollen Unternehmer, der immer ein offenes Ohr
für die Belange der Gemeinde Finnentrop hat.
Ulrich Pape überreichte dem verdutzten und sichtlich
bewegten Wilfried Eibach dann auch noch einen Feuerwehrhelm,
der mit seinem Namen und dem Firmenlogo beschriftet ist, zum
Eigenschutz, „wenn es mal einen auf den Deckel geben
sollte“. Finnentrops Löschgruppenführer Markus Hesse bot dem
engagierten Firmenchef spontan auch gleich noch den
passenden Spind im Gerätehaus Finnentrop an. |
Über 30 Jugendfeuerwehrmänner hatten sich vorher im Rahmen
ihrer Abschlussübung mit den örtlichen Gegebenheiten am
Produktionsstandort in Frielentrop vertraut gemacht und den
angenommenen Ernstfall gemeistert. Drei Löschfahrzeuge und
Einsatzleitwagen wurden eingesetzt, um drei verletzte Mimen
zu retten und dem fiktiven Schadensfeuer Herr zu werden.
Schläuche wurden ausgerollt, Schlauchbrücken aufgebaut und
reichlich Löschwasser aus dem Obergraben gefördert. Dabei
wurden die Nachwuchslöscher von erfahrenen Maschinisten der
Löschgruppen Heggen, Lenhausen und Ostentrop unterstützt. |