Datum: 24.03.2006

Quelle: Kai Hoffmann

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Finnentrop. (ff) „Wir sind keine Mobilfunkgegner oder rückständige Technikmuffel“, stellte Thomas Feldmann gleich eingangs der Gründungsversammlung der „Bürgerinitiative Mobilfunk Finnentrop“ klar. Am Donnerstagabend fanden sich rund 60 besorgte Bürger in der Gaststätte „Ratsschänke“ ein, um ihre Forderung nach der Überprüfung des Standortes des Mobilfunkmastes im Schulzentrum, zu unterstreichen. „Der Standort bereitet uns Kopfschmerzen“, lautete der Tenor der Anwesenden.

Ferner fordert die neue BI ein schlüssiges Mobilfunk-Gesamtkonzept für die Gemeinde Finnentrop, wie es in der letzten Ratssitzung auch von der SPD-Fraktion gefordert wurde. Obwohl die Initiative diesen Antrag unterstützt, unterstrich BI-Sprecher Feldmann die politische Neutralität der Bürgerinitiative. Auch der Ruf nach einer frühzeitigen, offenen und transparenten Informationspolitik der Gemeinde Finnentrop bei der Ansiedlung von Mobilfunkanlagen wurde erneut laut. „Wir sind deshalb so besorgt, weil wir eigentlich gar nichts wissen“, dabei schielt Feldmann in die Nachbarkommune Attendorn, „wo mit der Thematik bürgernäher umgegangen wird“.

An der Spitze der neuen Bürgerinitiative stehen Anja Berghaus, Andrea Vollmert, Thomas Feldmann, Roland Schulte und Dorothea Hartmann. Im Rahmen der erst sechs Wochen währenden Aktivitäten standen schon einige spektakuläre Aktionen auf dem Programm, die mit der Sammlung von über 1000 Unterschriften besorgter Bürger begannen. Anfang März wurde der Mobilfunkspargel von mehreren Flutlichtstrahlern in Szene gesetzt. Mit der Illumination sollte auf die mögliche Gesundheitsgefährdung aufmerksam gemacht werden. Vor zwei Wochen berichtete dann das WDR-Fernsehen  im Rahmen seiner „Lokalzeit“ live aus dem Finnentroper Schulzentrum.

Als eine der wichtigsten Forderungen der Initiative sieht Thomas Feldmann den Ruf nach einem unabhängigen Gutachter, der Klarheit verschafft, welche Gefahren tatsächlich von dem Sendemast ausgehen können. „Wir werden unseren Katalog von Forderungen gegenüber der Gemeinde und den Betreibern sachlich und korrekt vorbringen“, fasste Feldmann den Auftrag der Versammlung am Donnerstag zusammen.Zur weiteren Aufklärung hat die Bürgerinitiative Dr. Peter Nießen vom Nova-Institut eingeladen, der am 6. April über das Thema „Elektrosmog“ referiert.

 Am 3. Mai steht dann der unabhängige Wissenschaftler Lebrecht von Klitzing zu Gesundheitsfragen rund um das Thema Mobilfunk Rede und Antwort.

 


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