Finnentrop. (ff) Ihren Namen trägt die Formation zu recht: Die Akteure der Südwestfalen Big-Band kommen aus Finnentrop, Attendorn, Plettenberg und Iserlohn. Eine noch weitere Anreise hatten nur die Gratulanten zum 40-jährigen Geburtstag des ehemaligen Fanfaren-Orchesters. Auch Gäste aus Sachsen-Anhalt weilten zum Jubiläum im Sauerland. Begeistert von der Atmosphäre in der Jupp-Schöttler-Jugendherberge präsentierte der Ziegelröder Spielmannszug am Samstagabend bestens aufgelegt sein vielfältiges Können. Gemeinsam mit Finnentrops Partnergemeinde Helbra war der mehrfach ausgezeichnete Deutsche Meister eigens zum Jubiläum angereist.

 

Als die Alte Garde, die „Fanfaren-Rentner“ waren das eigentliche Geburtstagskind, in die vollbesetzte Festhalle einmarschierte, schwappte die Woge der Begeisterung über. Am 03. Oktober 1964 war es soweit: Eine Gruppe gleichgesinnter Musikfreunde hatte sich an diesem Tage zum Fanfarenzug Finnentrop zusammengefunden. Nach einer Neustrukturierung und der Umbenennung in Fanfaren-Orchester und schließlich in Südwestfalen Big-Band, formierten sich die heutigen James-Last-Erben , die weit über die Grenzen Südwestfalens bekannt sind.

Unter dem tosenden Applaus von über 650 Gästen zogen die Aktiven in die Halle ein und zündeten ein musikalisches Feuerwerk. Die Band um die musikalische Leiterin Veronika Drexelius präsentierte ein breitgefächertes Programm, in dem auch erstmals der Gospelchor Valbert und Sängerin Joana mitwirkten – eine gelungene Premiere.

Eingefangen von drei Kameramännern der Firma psv-marketing aus Attendorn wurden die Livebilder auf zwei Großbild-Leinwände projeziert, ein technischer Leckerbissen. Wie brachte es Moderator Wolfgang Kreutzmann treffend auf den Punkt: „Wir brauchen keine Sender wie ARD, ZDF oder RTL, auch Firmen aus heimischen Gefilden können uns derart in Szene setzen“. Hochmoderne Video- und Tontechnik sorgte für ein Konzerterlebnis der besonderen Art, das schließlich von Pyrotechnik-Effekten gekrönt wurde.

Berthold Freiburg, auch als Schlagzeuger aktiv, sorgte für den guten Ton und die Techniker der Firma bassta zeichneten für die Lichteffekte verantwortlich. Standing Ovations für ein gelungenes Jubiläum zum 40. Geburtstag.

Sein unermüdlicher Einsatz ließ nur eine logische Schlußfolgerung zu: Altgardist Hermann Schäfers wurde im Verlauf des Abends zum Ehrenmitglied ernannt. Der erste Vorsitzende Peter Jantz hielt die Laudatio auf den Mann, der für die Musiker die „Mutter der Kompanie“ ist. Ob Alte Garde oder Big-Band – Hermann Schäfers fehlt bei keinem Übungsabend und reißt mit seinem Elan andere mit. Zu Tränen gerührt, ließ der Trompeter, der 1965 als jüngster Musiker in den Fanfarenzug kam, die seltene Ehrung über sich ergehen. Er macht nie viele Worte und steht nicht gerne im Vordergrund, doch an diesem Abend zelebrierten seine Musikkollegen eigens die Hymne „Music was my first Love“ von John Miles für ihren Hermann.

Impressionen

 

 

 

 


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Text und Bilder von Kai Hoffmann                                    zurück